23. Juni 2006, 10:21
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Mehr als 30 Jahre lang schrieb Hans Fantel für die "New York Times" und die "Stereo Review" Kolumnen, zunächst über klassische Musik, dann auch über HiFi und Video.

Als 16-Jähriger musste er seine Heimatstadt Wien verlassen, nachdem sein Vater, Besitzer einer Radiogeräteerzeugung und österreichischer Patriot, verhaftet worden war.

Ab 1941 in den USA, studierte Fantel Biologie, übersetzte für die Luftwaffe und schrieb 1963 seine erste Plattenrezension für die "Times".

Neben Musik aber galt Wien seine unverbrüchliche Zuneigung. Das zeigte sich in seinem Buch "The Waltz Kings" (1972) über die Strauß-Dynastie, in seinen Reiseartikeln und in seinen jährlichen Besuchen mit seiner Frau Shea.

1998 verlieh ihm das Land Wien das Goldene Verdienstzeichen. Hans Fantel verstarb am vorletzten Sonntag in Massachusetts an den Folgen eines Autounfalls. (mf/DER STANDARD, Printausgabe, 30.5.2006)

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