VW und GM bauen Werke in Russland

19. Juni 2006, 16:02
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Zollbegünstigungen und steigende Nachfrage: Ausländische Autobauer stehen derzeit Schlange um den Eintritt auf den russischen Markt

Moskau - Volkswagen hat den Vertrag über sein erstes Werk in Russland unterzeichnet. Die Fertigungsanlage mit einer Kapazität von bis zu 115.000 Autos im Jahr soll in der Stadt Kaluga 160 Kilometer südwestlich von Moskau entstehen. Der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder und Skoda-Chef Detlef Wittig unterschrieben die Verträge mit dem russischen Wirtschaftsminister German Gref und der Führung des Gebiets Kaluga. Als erstes Fahrzeug soll von der zweiten Jahreshälfte 2007 an der Skoda Octavia von den Montagebändern rollen.

GM: Vertragsunterzeichnung steht unmittelbar bevor

Auch der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) will eine eigene Fabrik in Russland bauen. Wie das russische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung am Montag in Moskau mitteilte, stand die Unterzeichnung eines entsprechenden Abkommens unmittelbar bevor.

GM betreibt in Russland derzeit nur gemeinsam mit dem russischen Unternehmen Awtowas eine Fabrik, in denen zwei Typen der Marke Chevrolet gebaut werden. Nach Presseinformationen aus der vergangenen Woche will GM umgerechnet rund hundert Mio. Euro in die Fabrik mit einer angestrebten Jahresproduktion von 25.000 Stück investieren.

Die ausländischen Autobauer wollen von der wachsenden Nachfrage sowie einer derzeit noch möglichen Zollbegünstigung für den Import von Autoteilen profitieren, die mit dem geplanten WTO-Beitritt Russlands wieder abgeschafft werden müsste. Ähnliche Projekte hatten kürzlich auch die Japaner Nissan und Toyota angekündigt. (APA/dpa/AFP)

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    VW will bis zur zweiten Jahreshälfte 2007 die ersten Modelle des Skoda Octavia erzeugen.

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