Hauptpreis bei Experimentalfilm-Festival für Arash T. Riahi

4. Juni 2006, 17:11
3 Postings

In Österreich lebender Iraner überzeugte bei "Videoex" in Zürich mit sechsminütigem Videofilm "Mississippi"

Zürich - Der sechsminütige Videofilm "Mississippi" des in Österreich lebenden Iraners Arash T. Riahi ist beim Experimentalfilm-Festival Videoex in Zürich mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden. Den ersten Preis im Schweizer Wettbewerb gewann Michael Sasdi mit "Reigen der Ziegen". Insgesamt verzeichnete das am Sonntag zu Ende gegangene zehntägige Festival 3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer.

"Mississippi", der Siegerfilm im internationalen Wettbewerb, ist eine österreichisch-iranische Produktion. Arash T. Riahi, der heuer für sein "Exile Family Movie" mit dem Großen Diagonale-Preis prämiert wurde, sei es mit präzisen Aufnahmen eines Mississippi-Dampfer-Schaufelrades gelungen, eine berauschende Bildstruktur zu erzeugen, schreibt die Jury. Er habe die Grenzen und Übergänge zwischen Realität und Abstraktion ausgelotet und sich dadurch gekonnt der Zuordnung in ein bestimmtes Filmgenre entzogen.

Eine lobende Erwähnung gab es für "November" von Hito Steyerl (Deutschland/Österreich). Insgesamt präsentierte "Videoex 2006" in 28 Programmen etwa 270 experimentelle Film- und Videowerke. Im internationalen Wettbewerb befanden sich 53 Arbeiten. Höhepunkt der achten Ausgabe der Videoex war der Auftritt des britischen Regisseurs Peter Greenaway, der als Videojockey vor über 350 Besuchern live seine Performance "The Tulse Luper Suitcases" vorstellte. (APA/sda)

Share if you care.