Volksbanken winken ab

8. Juni 2006, 15:28
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Nachdem vorige Woche Erste Bank und Wiener Städtische ihr Kauf-Interesse an der Bawag merklich "relativiert" haben, halten sich nun auch die Volksbanken bedeckt

Wien - Vor Freigabe der 450-Millionen-Euro-Eigenkapitalspritze durch Konkurrenzbanken und Versicherungen braucht die Gewerkschaftsbank BAWAG den erwarteten Vergleich in den USA und eine testierte Bilanz. Dies bekräftigte am Montag auch ÖVAG-Chef Franz Pinkl. Auf die Volksbanken AG würden in dem Eigenkapital-Unterstützungspaket 50 Millionen entfallen.

Über den Vergleich mit den amerikanischen Refco-Gläubigern hoffen die Anwälte wie berichtet weiterhin am Dienstag Nachricht geben zu können.

Vorbedingungen

Nach Erste Bank und Wiener Städtische Versicherung hält sich nun auch Volksbanken-Chef Pinkl reserviert: Er sei in Sachen BAWAG "völlig emotionslos", so der ÖVAG-Generaldirektor am Montag. Zunächst müssten die Vorbedingungen stimmen (US-Vergleich, Bilanz-Testat, Behördenfreigabe für die Eigenkapitalspritze), und dann hoffe man "dass man in eine Phase kommt, wo man nachdenken kann" über die Frage eines Engagements.

Für die ÖVAG, die gerade die Investkredit gekauft hat, seien auch die Dimensionen eines BAWAG-Deals zu bedenken. Mit dem deutschen Versicherungspartner Ergo hat Pinkl dazu noch nicht gesprochen. (APA)

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    Pinkl: Auf die Volksbanken AG würden in dem Eigenkapital-Unterstützungspaket 50 Millionen entfallen.

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