Elektronischer Versand schützt die Umwelt

7. Juni 2006, 10:20
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Rechnungen werden zunehmend per Mail versendet

Wissenschaftler des Öko-Instituts e.V. haben am Montag, die Ergebnisse einer Studie, dass die Zustellung von Rechnungen per Mail umweltschonender ist als per Brief, veröffentlicht. Rechnungen, die auf dem klassischen Weg versendet werden, belasten die Umwelt rund fünfmal mehr. Die Studie wurde im Juli 2005 beendet und erfolgte im Auftrag der T-Com http://www.t-com.de, die zurzeit 35 Mio. Privatkunden zählt. Davon ließen sich 2005 rund 31 Mio. Kunden ihre Rechnungen per Post zustellen und etwa 4 Mio. Online, so Dietlinde Quack, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Produkte und Stoffströme des Öko-Instituts e.V., im Gespräch mit pressetext. Die Tendenz der Kunden, die sich Rechnungen online zustellen lassen, ist steigend.

Neben den Einsparungen, die von Seiten des Unternehmens vorgenommen werden können, sei auch das Verhalten des Kunden ausschlaggebend. Denn wenn sich der Kunde die Rechnung jedes Mal komplett ausdruckt, gebe es keinen Umweltvorteil gegenüber der Papierrechnung, erläutert Quack weiter. Frischfaserpapier schadet der Umwelt dabei mehr als Recyclingpapier, einseitige Ausdrucke sind schädlicher als doppelseitige. Statt die Rechnung auszudrucken, sollte der Kunde die Daten auf seiner Festplatte speichern.

In der Studie wurden sowohl die Herstellungs- und Versandkette für die Papierrechnung, als auch die technische Bereitstellung und Distribution der Rechnung per Mail berücksichtigt. Dauerhaft sollen umweltfreundlichere Produktionstechniken und eine effizientere Energienutzung für eine weitere Entlastung der Umwelt sorgen. Möglich seien zukünftig Umweltsponsoring-Projekte. Dadurch können Unternehmen wie T-Com die Kunden für einen Umstieg auf Rechnung per Email gewinnen und ein umweltbewussteres Nutzerverhalten erreichen, erklärt Quack abschließend.(pte)

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