Jil Sander schreibt weiter rote Zahlen

12. Juni 2006, 14:20
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Nach der Umstrukturierung des Konzerns, verbucht das Modeunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von mehr als 37 Millionen Euro

Hamburg - Das Modeunternehmen Jil Sander schreibt weiter rote Zahlen. Mit der Restrukturierung verbundene Einmalkosten hätten die Ergebnisse der Gruppe erheblich belastet, teilte die Jil Sander AG am Montag in Hamburg mit. Der Konzern weise daher für das Geschäftsjahr 2005/06 (31. Jänner) einen Verlust von 37,3 Millionen Euro aus bei einem Konzernumsatz von 130,4 Millionen Euro. Das Management erwartet, dass 2006 dennoch ein positiver operativer Gewinn erreicht werde.

Jil Sander schrieb seit der Übernahme durch die italienische Prada-Gruppe im Jahr 1999 im Wesentlichen rote Zahlen. Prada hatte die 1975 von der Hamburger Designerin Jil Sander gegründete Firma Anfang dieses Jahres an das Beteiligungsunternehmen Change Capital Partners (CCP) in London verkauft. Im Zuge des Unternehmensumbaus, der laut Mitteilung nahezu umgesetzt ist, wurde 2005 die Produktion im schleswig-holsteinischen Ellerau mit 160 Beschäftigten geschlossen. In Deutschland blieben rund 100 Arbeitsplätze für Design- und Produktentwicklung sowie Markenmanagement. (APA/dpa)

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