Bangladesch: Sieben Islamistenführer zum Tode verurteilt

8. Juni 2006, 15:09
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Für schuldig befunden, im November zwei Richter ermordet zu haben

Dhaka - Ein Gericht in Bangladesch hat am Montag sieben radikal-islamische Extremisten zu Tode verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Männer für einen Bombenanschlag verantwortlich waren, bei dem im November zwei Richter getötet wurden. "Die Täter werden erhängt", urteilte Richter Reza Tarik Ahmed. Zu den Verurteilten zählen auch die Führer zweier radikal-islamischer Gruppen. Die beiden Verurteilten wurden der Polizei zufolge im März festgenommen und haben zugegeben, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Einer der sieben verurteilten Männer ist noch flüchtig.

Bei dem Anschlag in Jhalakati, 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka, war eine Bombe auf einen Wagen geschleudert worden, in dem die Richter gesessen hatten. Der Anschlag fiel in eine Zeit, in der militante Islamisten gehäuft Gewalttaten verübt hatten. Zwischen August und Dezember vergangenen Jahres kamen bei Anschlägen und Angriffen mindestens 30 Menschen ums Leben, darunter Rechtsanwälte, Polizisten und Journalisten. Die extremistischen Gruppen verfolgen in Bangladesch das Ziel, das islamische Recht der Scharia einzuführen. (APA/Reuters)

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