Fünf Monate bedingt für Internet-Handel mit Kinderpornos

7. Juni 2000, 10:16

36-Jähriger Berufsoffizier des Heeres muß sich "in Zukunft a bissl zusammenreissen"

Wien - Ein Berufsoffizier des Bundesheeres wurde heute, Dienstag, im Wiener Landesgericht wegen Verbreitung kinderpornographischer Bilder zu fünf Monaten bedingt verurteilt. "Es ist mir eine Lehre", versprach der 36-Jährige zukünftiges Wohlverhalten. Das Urteil (Einzelrichterin Martina Huber, Staatsanwalt Wolfgang Seemann) ist bereits rechtskräftig.

Über das Internet hatte sich der Soldat zahllose einschlägige Bilder beschafft. Mehrere hundert davon bot er Interessierten zum Herunterladen an. Zu diesem Zweck soll er zwei Jahre hindurch zwei E-Mail-Adressen unterhalten haben, ehe man ihm Anfang September 1999 auf die Schliche kam. Der Offizier hoffte, seine "Partner" würden ihn im Gegenzug ebenfalls mit Fotos versorgen.

In der Verhandlung gelobte der Mann, er werde sich einer Therapie unterziehen. "Da braucht ma ka Therapie", meinte der Staatsanwalt, "da muss man sich beherrschen. Reißen Sie sich a bissl zusammen, wenn Sie anders gelagert sind." (APA)

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