Mohammed-Karikaturen auch für Comics-Welt ein Thema

8. Juni 2006, 18:41
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Zum 12. Internationalen Comic-Salon in Erlangen werden mehr als 20.000 Besucher erwartet

Erlangen - Mehr als 20.000 Besucher werden Mitte Juni zum 12. Internationalen Comic-Salon in Erlangen erwartet. Auf dem Programm des größten Comic-Festivals im deutschsprachigen Raum stehen vom 15. bis 18. Juni Ausstellungen, ein Filmfest sowie eine Comic- Messe mit 150 Ausstellern. Mehr als 300 Künstler hätten sich für die Veranstaltung angekündigt, teilte das Erlanger Kulturamt mit. Stargast ist Gosho Aoyama aus Japan, der mit seiner Manga-Serie "Detektiv Conan" zu den erfolgreichsten Manga-Zeichnern weltweit zählt.

Alle deutschsprachigen Comic-Verlage seien auf dem Festival vertreten und präsentierten ihre Neuerscheinungen, hieß es. Auffallend sei die starke Präsenz deutschsprachiger Künstler im Programm des diesjährigen Salons. Isabel Kreitz, Ulf K., Uli Oesterle, Flix und Thomas von Kummant seien Ausstellungen gewidmet.

In Diskussionsrunden geht es etwa um die Rolle der Frau in der Comic-Branche und um den Streit über die Mohammed-Karikaturen. Im Erlanger Markgrafentheater wird am 17. Juni der "Max-und-Moritz-Preis" verliehen, die angesehenste Auszeichnung in der deutschsprachigen Comic-Landschaft. Für sein Lebenswerk wird in diesem Jahr Jacques Tardi ausgezeichnet. Der "Spezialpreis" der Jury geht an Ralf König für seine künstlerische Stellungnahme im Streit um die Mohammed-Karikaturen. (APA/dpa)

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