EU-Agrarminister in Krems legen Fokus auf Innovation und Bildung

8. Juni 2006, 17:55
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Pröll: Wettbewerbsfähigkeit der EU-Landwirtschaft soll gestärkt werden

Krems - Nicht zuletzt, um die neuen Herausforderungen durch die WTO und den EU-Finanzrahmen bewältigen zu können, müsse die europäische Landwirtschaft künftig vermehrt auf die Stärkung ihre Wettbewerbsfähigkeit setzen, sagte der amtierende Ratsvorsitzende und Landwirtschaftsminister Josef Pröll (V) am Montag beim Informellen Treffen der EU-Agrarminister in Krems. Zentrale Themen des Rates seien daher die Themen Innovation, Forschung & Entwicklung sowie Bildung und Beratung.

Diese Faktoren seien wichtig für die Standortfrage in der EU, sagte Pröll. Es gebe innerhalb der Union etwa völlig unterschiedliche Bildungsstrukturen und keine gemeinsame Bildungspolitik. Dieser Rat, der noch bis morgen, Dienstag, dauert, sei daher als Startpunkt für eine Diskussion zu sehen. Weiter verfolgt müsse dieses Thema dann in den Agrarräten werden, gibt Pröll den Weg vor.

"Innovation ist der Schlüssel für die Einkommensbildung in der Landwirtschaft", sagte Pröll bei einem Pressebriefing am Montag. Als Beispiel besuche er daher mit seinen Amtskollegen aus den EU-Mitgliedsländern als "best practice-Beispiel" die Firma Waldland bei Zwettl, die sich als Zusammenschluss von 100 landwirtschaftlichen Betrieben durch hohe Innovationskraft auszeichne. Ein Beispiel sei der Anbau der Mariendistel, der als Grundstoff in der Pharmaindustrie eingesetzt werde.

Arbeitskreise

In den vier Arbeitskreisen im Rahmen des informellen Rates werden die Schlüsselfragen zu den vier Kernbereichen Forschung & Entwicklung, Bildung, Beratung sowie Innovation und Diversifikation unter anderem mit externen Experten wie Magna-Manager Sigi Wolf, dem Rektor der Universität für Bodenkultur Wien, Hubert Dürrstein, und Christian Pattermann von der Generaldirektion Forschung der EU-Kommission diskutiert.

Ein zentrales Anliegen von Pröll ist es, die zukunftsrelevanten Fragen für den ländlichen Raum nicht hinter verschlossenen Türen zu diskutieren, sondern unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit. Den Auftakt zum Agrarministertreffen in der Wachau bildete daher gestern ein agrarischer Frühschoppen, bei dem sich Pröll gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus den Niederlanden, Cees Veerman, und Luxemburg, Fernand Boden, der Diskussion mit den Bürgern stellten. (APA)

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