Federer mit Mühe in Runde zwei

2. Juni 2006, 21:18
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Topgesetzter hatte beim Dreisatzsieg gegen Lu­cky Loser Hartfield zu kämpfen - Schweizer: "Ich bevorzuge leichte Spiele"

Paris - Der topgesetzte Roger Federer hat sich am Sonntag mit mehr Mühe als erwartet für die zweite Runde des "French Open"-Tennisturniers in Paris qualifiziert. Gegen den argentinischen Qualifikanten Diego Hartfield kam der Weltranglistenerste aus der Schweiz bei dem mit 14,265 Millionen Euro dotierten, zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres, erst nach 2:36 Stunden zu einem hart erkämpften 7:5,7:6 (2),6:2-Erfolg. Für Federer war es das erste Spiel nach seiner Final-Niederlage gegen Rafael Nadal in Rom von vor zwei Wochen.

Der erst nach der verletzungsbedingten Absage des Franzosen Arnaud Clement ins Hauptfeld gerutschte Hartfield zeigte auf dem gut gefüllten Center Court keinerlei Nervosität und überraschte seinen prominenten Gegner ebenso wie die Zuschauer mit einer schnellen 3:0-Führung im ersten Satz. Dem "König des Spiels" ("L'Equipe") unterliefen ungewöhnlich viele Fehler. Der Schweizer haderte mit sich selbst, wechselte den Schläger und feuerte sich immer wieder an.

Im weiteren Verlauf der Partie spielte Federer seine Erfahrung aus und verwandelte schließlich seinen zweiten Match-Ball. "Ich bevorzuge leichte Spiele, heute war es keines. Ich kannte meinen Gegner nicht und hatte keine Vorstellung davon, wie er spielt", meinte der Schweizer nach dem Spiel.

Ein möglicher Gegner Federers im Viertelfinale zeigte sich am Sonntag jedenfalls in toller Form. Eine Woche nach seinem ersten Masters-Sieg in Hamburg gewann der als Nummer sieben gesetzte Spanier Tommy Robredo gegen den Tschechen Tomas Zib 6:4,6:2,6:2 und zog mühelos in die zweite Runde ein.

Der Weltranglisten-Zweite und Titelverteidiger Rafael Nadal aus Spanien bestreitet sein Erstrundenduell gegen Robin Söderling (SWE) erst am Montag. Die French Open hatten heuer erstmals bereits am Sonntag begonnen.

Ebenfalls am Montag sind alle drei ÖTV-Vertreter im Einsatz. Jürgen Melzer trifft dabei auf Platz 6 im zweiten Spiel nach 11:00 Uhr MESZ auf seinen "Angstgegner" Nicolas Kiefer, Oliver Marach auf Platz 11 ebenfalls im zweiten Spiel nach 11:00 auf Philipp Kohlschreiber und damit ebenfalls einen Deutschen. Die etwas lädierte Sybille Bammer spielt im vierten Spiel nach 11:00 Uhr auf dem Court Lenglen gegen Venus Williams (APA/dpa/Reuters)

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    Mittelprächtiger Start für Roger Federer in Roland Garros.

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