Ukraine hat Verletzungssorgen

11. Juni 2006, 12:19
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Flügelstürmer Rebrow muss mit Oberschenkel- Verletzung pausieren - Fjodorow fällt mit Hüft­verletzung definitiv aus

Kiew - Gut eine Woche vor der Abreise zur Fußball-WM nach Deutschland ist das Team der Ukraine von großen Verletzungssorgen geplagt. Insgesamt sieben Spieler sind angeschlagen. Am heftigsten traf es Verteidiger Sergej Fjodorow. Der 31-Jährige von Dynamo Kiew hat sich im Training eine schwerwiegende Hüftverletzung zugezogen und fällt für die WM definitiv aus.

Eine Nachnominierung wurde aber von Trainer Oleg Blochin noch nicht vorgenommen. "Wenn ich keinen adäquaten Ersatz finde, werde ich notfalls auch mit 18 Spielern nach Deutschland reisen", erklärte Blochin vor dem Testspiel am Sonntag in Kiew gegen Costa Rica. Wie der Coach weiter mitteilte, soll Dmitri Tschigrinski vom Meister Schachtjor Donezk die entstandene Lücke in der Abwehr schließen. Tschigrinski gehört bereits zum WM-Kader Blochins. Derzeit ist er aber bei der U21-EM in Portugal im Einsatz.

Noch schwerwiegender würde die Ukraine ein möglicher Ausfall von Angreifer Sergej Rebrow treffen, der sich im letzten Training im Vorbereitungscamp in der Türkei eine Oberschenkel-Verletzung zuzog. Erste Untersuchungen ergaben, dass der Flügelstürmer von Dynamo Kiew mindestens eine Woche pausieren muss.

"Die Situation ist momentan nicht berauschend", konstatierte Blochin, der zum Test am 2. Juni gegen Italien möglichst mit dem besten Aufgebot antreten möchte. Bei der WM will er nur Spieler einsetzen, die hundertprozentig fit sind. Auch Superstar Andrej Schewtschenko, der vor zwei Tagen seinen Weggang vom AC Milan verkündete, ist noch angeschlagen und leidet unter den Nachwirkungen einer Knieverletzung. Beim WM-Debüt trifft die Ukraine in der Vorrunde auf Saudi-Arabien, Tunesien und Spanien. (APA/dpa)

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    Sergej Rebrow (Bild) und Andrej Schewtschenko sollen in Deutschland ins Schwarze treffen.

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