Bär auch von Tiroler Taxilenker gesichtet

6. Juni 2006, 13:10
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Tier überquerte rund 50 Meter vor Fahrzeug die Straße - Zweite Falle vorerst noch nicht platziert - Fanggenehmigung für Dienstag erwartet

Der wanderfreudige, zwei Meter große Braunbär hat auch am Montag weiter seine Kreise durch Tirol Richtung Bayern gezogen. Die Meldungen über einen Aufenthalt des Bären am Achensee im Bezirk Schwaz häuften sich im Laufe des Tages, konnten aber vom WWF vorerst nicht bestätigt werden. Die Fanggenehmigung der Bezirkshauptmannschaft Schwaz werde für Dienstag erwartet, hieß es seitens des Landes Tirol gegenüber der APA. Die zwei Bärenfallen konnten zunächst nicht aufgestellt werden.

In der Nacht auf Montag wurde der von den Medien inzwischen "Bruno" getaufte Bär anscheinend von einem Taxifahrer in Pertisau am Achensee (Bezirk Schwaz) gesehen. Am Montagvormittag sei er in der rund 20 Kilometer entfernten Gemeinde Steinberg am Rofan gesichtet worden, sagte die WWF-Sprecherin Susanne Grof. "Wir haben in Pertisau noch keine Spuren des Tieres gefunden. Die Meldung aus Steinberg wurde uns über zwei Ecken zugetragen, das müssen wir erst überprüfen", erklärte sie.

Kein Platz für Fallen

Eine Abschussgenehmigung könne erst erteilt werden, wenn man weiß, dass es sich um das selbe Tier wie im Bezirk Reutte handle, hieß es aus dem Büro des zuständigen Landesrates Anton Steixner.

Nach wie vor sei kein geeigneter Platz für die beiden Fallen gefunden worden, berichtete Grof. Die Röhrenfalle kann erst dann eingesetzt werden, wenn der Bär an einen Ort zurückkehrt. Die erste Falle sei inzwischen vom Außerfern im Bezirk Reutte an den Achensee transportiert worden. Die zweite sei noch "am Weg". (APA)

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