Ahmadinejad wirft Europäern im Atomstreit schwere Fehler vor

1. Juni 2006, 16:42
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Existenz des Holocausts im "Spiegel"-Interview erneut angezweifelt

Berlin - Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat den Europäern im Streit um das Atomprogramm seines Landes schwere Fehler vorgeworfen. "Sie verlieren ihren Ruf", sagte Ahmadinejad dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabbericht vom Samstag. Die Europäer sollten in dem Konflikt auf der Seite des Iran stehen, sonst "tragen sie nur den Schaden davon". Der Präsident betonte jedoch zugleich, er sei an einem Ausbau der "von jeher guten Beziehungen" interessiert.

Ahmadinejad zweifelte in dem Gespräch erneut die Existenz des Holocausts und die Existenzberechtigung Staates Israel an. "Wenn es den Holocaust gab, muss Israel in Europa liegen und nicht in Palästina." Offen hielt sich der Präsident, ob er zur Fußballweltmeisterschaft nach Deutschland kommen wolle. Seine Entscheidung hänge von vielerlei ab.

Nach Angaben des "Spiegel" war es das erste ausführliche Gespräch Ahmadinejads mit einem westlichen Magazin. (APA)

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