WHO versetzt Tamiflu-Hersteller in Alarmbereitschaft

7. Juli 2006, 13:06
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Außerordentliche Häufung von Todesfällen in Indonesien - Befürchtung, dass Virus von Mensch zu Mensch übertragen wurde

Kubu Simbelang/Indonesien - Nach der Häufung tödlicher Vogelgrippefälle in Indonesien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Hersteller des antiviralen Mittels Tamiflu in Alarmbereitschaft versetzt. Der Schritt sei Teil der Vorsichtsmaßnahmen bei einem Verdacht, dass es zu einer Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch gekommen sein könnte, erklärte WHO-Sprecher Jules Pieters am Samstag in Genf.

Tamiflu-Hersteller Roche solle sich in den nächsten beiden Wochen in Alarmbereitschaft halten, was der doppelten Inkubationszeit nach dem jüngsten gemeldeten Fall entspreche, erklärte Pieters. Vorsichtshalber seien 9.500 Dosen Tamiflu nach Indonesien geflogen worden. Dort waren mehrere Mitglieder einer Familie an Vogelgrippe gestorben, und die WHO schloss eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch nicht aus.

Die indonesischen Behörden meldeten am Samstag, dass ein WHO-Referenzlabor in Hongkong drei weitere Todesfälle durch Vogelgrippe bestätigt habe. Damit steigt die Zahl der bestätigten Vogelgrippe-Infektionen in Indonesien auf 48, 36 Menschen starben. (APA/AP)

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