Spendenaufrufe: Situation "dramatisch"

12. Juni 2006, 16:55
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Österreichisches Rote Kreuz "in voller Bereitschaft" - Hilfsorganisationen bitten um rasche Spenden

Wien - Zahlreiche Hilfsorganisationen haben anlässlich des verheerenden Erdbebens auf der indonesischen Insel Java Spendenaufrufe gestartet. Caritas, Rotes Kreuz, World Vision, Volkshilfe, Samariter-Bund und Unicef ersuchen um Geldmittel.

Rotes Kreuz: Derzeit 400 indonesische Helfer vor Ort

Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) befindet sich "in voller Bereitschaft", wie Pressesprecher Bernhard Jany sagte. Derzeit seien 400 indonesische Rot-Kreuz-Mitarbeiter an Ort und Stelle im Einsatz. Unter anderem würden die Einsatzkräfte ein Feldspital und Zelte errichten.

Man gehe davon aus, dass die Versorgung mit Hilfsgütern im Katastrophengebiet recht rasch von statten gehe, da durch die Maßnahmen nach dem Tsunami in der indonesischen Provinz Aceh noch Vieles verfügbar sei und umgeleitet werden könne.

Auch die Volkshilfe Österreich bat um Spenden. Die Nothilfe für die Überlebenden müsse schnell anlaufen, die Situation der Verletzten in den Spitälern sei dramatisch, teilte die Organisation in einer Aussendung am Samstag mit. Besonders benötigt werden Decken, Trinkwasser und Lebensmittel für die vor dem Erdbeben geflüchteten Menschen.

Die Volkshilfe ist mit ihren internationalen Partnerorganisationen im Tsunami-Gebiet von Banda Aceh aktiv; man werde umgehend Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenregion einleiten.

Diakonie: Opferzahl könnte weiter ansteigen

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe rief dringend zu Spenden auf. "Das gesamte Ausmaß der Katastrophe ist noch unklar. Es ist aber zu befürchten, dass die Zahl der Opfer in der dicht besiedelten Region um Yogyakarta weiter steigen wird", erklärte Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich.

Die indonesischen Partner der Diakonie Katastrophenhilfe haben ein Team in die Erdbebenregion geschickt, um den Bedarf an Hilfsgütern und medizinischer Versorgung zu erheben. Für erste Soforthilfemaßnahmen hat die Diakonie Österreich 10.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Samariter-Bund schickt Hilfe

Der internationale Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) entsandte vier erfahrene Nothilfeexperten in das Erdbebengebiet nach Indonesien. Die ASB-Mitarbeiter werden dort Hilfsgüter im Wert von rund 100.000 Euro an die Betroffenen verteilen, unter anderem Decken, Lebensmittel, Wasserkanister, Plastikplanen und Seife, und voraussichtlich beim Aufbau von Notunterkünften mithelfen.

Außerdem bereite man sich darauf vor, die vom Erdbeben betroffenen Menschen längerfristig beim Wiederaufbau zu unterstützen, so der ASB. Das Nothilfeteam besteht aus drei Mitarbeitern, die zurzeit die Hilfsprojekte für die Tsunami-Opfer in Sri Lanka koordinieren, und einem langjährigen ASB-Auslandshelfer, der am Dienstag von Frankfurt am Main aus nach Indonesien fliegen wird. (APA)

Spenden

+ Rotes Kreuz: PSK 2345000, BLZ 60.000,
Kennwort: "Erdbeben Indonesien"
Online Spende: Roteskreuz.at

+ Caritas: PSK 7.700 004, BLZ 60.000,
Kennwort: "Erdbeben Java"

+ Hilfswerk:PSK 90.001.002, BLZ 60000,
Kennwort "Erdbeben Indonesien"

+ World Vision Österreich: PSK 90.890.000, BLZ 60.000,
Kennwort: "Java"

+ Unicef: PSK 15 16 500, BLZ 60.000,
Kennwort: "Erdbeben Asien"
Online Spende: unicef.at
Spendentelefon: 0901-505600/ 5.- Euro pro Anruf

+ Volkshilfe Österreich, PSK 1.740.400, BLZ 60.000
Kennwort: "Java"

+ Diakonie Katastrophenhilfe: PSK 23.13.300; BLZ 60.000,
Kennwort: "Erdbebenhilfe"

+ CARE Österreich: PSK 1.236.000; BLZ 60.000,
Kennwort: "Erdbeben Indonesien"
Online Spende: www.care.at/spenden


+ Samariter-Bund:
PSK, BLZ 60.000,
Kontonummer 1.834.000,
KW "Erdbebenopfer-Indonesien"

+ Kindernothilfe Österreich: PSK 92144077; BLZ 60.000,
Kennwort: "Erbeben Indonesien"

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