Kapitalerhöhung offenbar fraglich

8. Juni 2006, 14:40
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"Presse": AUA soll frisches Geld für Flugbetrieb nötig haben - Neue Spekulationen über Übernahme durch Lufthansa

Wien - Die Liquiditätslage der Austrian Airlines Gruppe (AUA) soll angespannt sein, frisches Geld nicht nur für Zukunftsinvestitionen notwendig sein, sondern um nur den Betrieb aufrecht erhalten zu können, schreibt die "Presse" in ihrer Samstagausgabe. Die Kapitalerhöhung von 125 Millionen Euro, die die AUA-Hauptversammlung am vergangenen Montag beschlossen hat, soll aber "wackeln".

Grund dafür sei, dass laut Aktiengesetz eine Kapitalerhöhung nicht unter dem Nennwert der Aktie durchgeführt werden darf. Das AUA-Papier stehe bei 6,71 Euro, der Nennwert belaufe sich aber auf 7,27 Euro.

Fieberhafte Suche nach Alternativen

Bei den Gläubigerbanken der AUA - BA-CA, Erste Bank, Bawag und RZB - werde "angesichts der hohen Verbindlichkeiten von 1,8 Mrd. Euro, von denen ein "beträchtlicher" Anteil unbesichert sein soll, fieberhaft an Alternativen gearbeitet", die "Liquidität wird als 'angespannt' bezeichnet".

Die AUA könne die Banken nun zwingen, die Kapitalerhöhung zu zumindest 7,50 Euro je Aktie zu zeichnen, Banken und ÖIAG könnten der AUA auch ein Darlehen geben, heißt es in dem Berichnt: "Allerdings bräuchte die ÖIAG, die mit 39,7 Prozent größter Aktionär ist, dafür einen Ministerratsbeschluss." Ein von der ÖIAG schon seit längerer Zeit unter Verschluss gehaltenes Roland Berger-Gutachten rate jedenfalls "von weiteren Geldspritzen ab. Diese würde bedeuten, schlechtem Geld noch gutes nachzuwerfen."

Ein Schuldennachlass durch die Banken sei "extrem schwierig", zitiert die Presse ungenannte Stimmen offenbar aus Finanzkreisen.

Damit bleibe "nur eines: Die AUA bekommt einen Partner". Die ÖIAG solle "mit der Lufthansa ohnehin schon handelseins sein - ein Verkauf der AUA vor den Nationalratswahlen gilt allerdings angesichts des Nimbus der "rot-weiß-roten" Fluglinie als nicht opportun", schreibt die Zeitung. Eine Stellungnahme des neuen AUA-Chefs Alfred Ötsch sei nicht einzuholen gewesen. (APA)

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