Ärztekammer: Heimische Lokale nikotinbelastet

5. Juni 2006, 18:42
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Nikotinkonzentration in österreichischen Lokalen gehört zu den höchsten in Europa - Mehr Nichtraucherzonen gefordert

Wien – Ein striktes Rauchverbot nach italienischem Vorbild: So stellt sich die Österreichische Ärztekammer die gastronomische Zukunft vor. Österreich habe beim Nichtraucherschutz „besonderen Handlungsbedarf“, sagten die Vizepräsidenten Walter Dorner und Othmar Haas am Freitag. Die Nikotinkonzentration in österreichischen Lokalen sei umweltmedizinischen Studien zufolge mit am höchsten in Europa – insbesondere in Bars, Discotheken und anderen Treffpunkten Jugendlicher. Die eigene Standesvertretung drängt die Wirte schon länger, Nichtraucherzonen einzurichten.

"Wie in Italien"

Fachverbandsobmann Helmut Hinterleitner warnte vor Wochen, es könnte „ein generelles Rauchverbot wie in Italien kommen“. Im September 2004 war zwischen Gesundheitsministerium und Gastronomie vereinbart worden, dass in Lokalen „mit Speiseausschank“ 40 Prozent der Plätze für Nichtraucher reserviert sein sollten – ab einer Größe von mehr als 75 Quadratmetern. Von den rund 60.000 Lokalen fallen etwa 17.800 unter diese Regelung. (red, DER STANDARD Printausgabe, 27./28.05.2006)

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    Die Ärztekammer fordert mehr Nichtraucherzonen in Lokalen

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