Ein Evolutionsgenetiker, ein Philosoph und ein Hühnerzüchter widmeten sich der uralten Frage - und kamen tatsächlich überein
London - Eine uralte philosophische Frage scheint
gelöst: Das Ei war vor der Henne da. Ein Philosoph, ein
Wissenschaftler und ein Hühnerzüchter kamen zu diesem Ergebnis, wie
britische Zeitungen am Freitag berichteten. Der Evolutionsgenetiker
John Brookfield von der Universität Nottingham erläuterte demnach
zunächst, dass sich das Erbgut eines Tieres im Lauf von dessen Leben
nicht ändere. "Das erste lebende Ding, das man unzweifelhaft zur
Spezies der Hühner zählen konnte, wäre also das erste Ei", führte er
aus. Damit schloss er aus, dass ein anderes Tier sich irgendwann zum
ersten Huhn verwandelt haben könnte.
Das erste Ei sei ein Hühnerei gewesen, weil es ein Huhn in sich
trug, führte auch der Wissenschaftsphilosoph David Papineau vom
renommierten Londoner King's College anschließend aus. Daran ändere
auch die Tatsache nichts, dass es von einem anderen Tier gelegt
wurde. "Der Schluss ist deshalb zwingend, dass das Hühnerei zuerst
kam und die Henne danach", führte er aus. Damit schloss er aus, dass
das erste Huhn aus einem Nicht-Hühnerei geschlüpft sein könnte.
Auch der Hühnerzüchter und Chef des Geflügel-Handelsverbands Great
British Chicken, Charles Bourns, kam zu dem Ergebnis, dass das Ei
zuerst da war. Allerdings legte er seinen methodischen Ansatz nicht
offen: "Eier gab's schon lange, bevor die Hühner dahergekommen sind",
wurde er lediglich zitiert.(APA)