Kogler für öffentliche Mehrheit an Wasserkraft

29. Juni 2006, 15:36
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Kogler: Khol-Analyse "bizarr" - Aufmerksamkeit auf Zukunftstechnologien richten

Wien - Eine öffentliche Mehrheit an der heimischen Wasserkraft sei vernünftig, wenn sie u.a. durch "sinnvolle Weiterverwertungsmöglichkeiten" zu rechtfertigen sei, so der Budgetsprecher der Grünen, Werner Kogler, in der Debatte um die geplatzte OMV-Verbund-Fusion. Die Politik als Rahmengeberin und die öffentliche Hand als Mehrheitseigentümerin könnten herausragend zusammenspielen und den Boden für österreichische Unternehmen aufbereiten, so Kogler.

Die Analyse von Nationalratspräsident Andreas Khol könne aber nur als "bizarr" bezeichnet werden, so Kogler. Khol versuche ausgerechnet die "FeudalfürstInnen" zu den "HüterInnen" einer vernünftigen Wirtschafts- und Energiepolitik umzustilisieren, wo diese doch bloß "im Gefechtsnebel des schlecht vorbereiteten OMV-Verbund-Deals selbst billig zu Stücken vom Wasserkraft-Kuchen des Verbunds gelangen wollten", meinte der Grüne.

"Erschütternd" ist für ihn sei die Tatsache, dass niemand von ÖVP und SPÖ auf die wirklichen Kernfragen zu sprechen komme. Die Aufmerksamkeit müsste längst auf die österreichischen Chancen in den Zukunftsmärkten der erneuerbaren Energieträger gerichtet sein. Die sicheren Gewinne aus der Wasserkraft-Nutzung müssten in die Zukunftstechnologien - wie Biomasse, Biogas, Photovoltaik etc. - reinvestiert werden. (APA)

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