Bilanzen 2004 und 2005 abgeschlossen

8. Juni 2006, 16:16
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Verlust 2004 bei 99 Millionen Euro, 217 Millionen Euro Gewinn im Geschäftsjahr 2005 - Kroatien hat größten Anteil am Betriebsergebnis

Klagenfurt - Die Kärntner Hypo Alpe-Adria-Gruppe hat die Geschäftsjahre 2004 und 2005 nun abgeschlossen. Die Bilanzen der beiden Jahre seien am 19. Mai 2006 von den Wirtschaftsprüfern Confida und Deloitte testiert und heute, Freitag, vom Aufsichtsrat festgestellt worden, teilte die Bank mit. Am 12. Juni sollen die Abschlüsse der Hauptversammlung präsentiert werden.

Man habe sich "ungeachtet unterschiedlicher Rechtsstandpunkte im Sinne einer raschen und einvernehmlichen Lösung mit den beteiligten Wirtschaftsprüfern und vor allem zum Wohle der Bank" auf eine Einmalverbuchung der negativen Swap-Geschäfte in der Bilanz 2004 verständigt. Dies habe zu einem negativen Ergebnis in Höhe von 99 Millionen Euro geführt, heißt es in einer Aussendung. Die Negativa seien damit zur Gänze abgeschrieben. "Gleichzeitig wurde dafür Sorge getragen, dass sich ein derartiger Vorfall nicht wiederholen kann, indem die Kontrollmechanismen für Treasury massiv ausgebaut wurden", heißt es weiter.

Eigenkapitalquote bei 8,5 Prozent

Im Geschäftsjahr 2005 habe die Hypo Alpe-Adria-Gruppe einen Gewinn vor Steuern von 217 Millionen Euro erzielt. Die Bilanzsumme stieg von 17,8 Milliarden Euro auf 24,2 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis erhöhte sich von 268 Millionen Euro auf 305 Millionen Euro. Aus Eigenmitteln in Höhe von 1,471 Mrd. Euro ergebe sich eine Eigenkapitalquote von 8,5 Prozent zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2005. Das Rating der Agentur Moody's sei weiterhin "Aa2".

Kroatien hat größten Anteil am Betriebsergebnis

Der wichtigste Markt für die Kärntner Banken-Gruppe ist mit deutlichem Abstand Kroatien. Das zeigt die Konzernbilanz in der Aufschlüsselung des Betriebsergebnisses nach den Staaten, in denen die Bank vertreten ist. 27,6 Prozent des Betriebsergebnisses werden in Kroatien erwirtschaftet, das Österreich-Geschäft macht hingegen nur noch 11,7 Prozent aus.

Der Heimmarkt ist damit bereits hinter Italien (13,5 Prozent) auf den dritten Platz im Länder-Ranking abgerutscht und liegt nur noch hauchdünn vor Slowenien mit 10,7 Prozent. In Serbien werden 9,6 Prozent des Betriebsergebnisses erwirtschaftet, in Bosnien-Herzegowina sind es 8,2 Prozent. Liechtenstein (0,6 Prozent) und Deutschland (0,3 Prozent) sind eher marginal, in Montenegro ist das Ergebnis noch negativ, mit einem Anteil von minus 0,1 Prozent. Die Aktivitäten der Hypo International haben 17,9 Prozent zum Betriebsergebnis beigesteuert, das im vergangenen Jahr 305 Mio. Euro ausmachte.

Betrachtet man das Ergebnis der Gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) der Ländertöchter, ist Österreich (10,5 Prozent) sogar auf den vierten Rang abgerutscht, und zwar hinter Slowenien (11 Prozent). Kroatien mit 30,4 Prozent, die Hypo International (18,5 Prozent) und Italien (14,5 Prozent) weisen gute Gewinne aus, deutlich unter dem Schnitt liegen Serbien (7,9 Prozent) und Bosnien-Herzegowina (6,2 Prozent). Für heuer wird ein Betriebsergebnis von 350 Mio. Euro prognostiziert, das EGT soll auf 270 Mio. Euro klettern. (red/APA)

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