Strobl fordert kritische ORF-Berichterstattung über ORF

7. Juni 2006, 14:45
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Stiftungsrat zu Lindner: Mehr Mut zur Debatte

Der Grüne Stiftungsrat Pius Strobl vermisst beim ORF die kritische Berichterstattung über die entbrannte Debatte über den Öffentlich-Rechtlichen. Er verwies in einer Aussendung vom Freitag auf die BBC, die "selbstverständlich bei ihrer schweren Krise vor ein paar Jahren über sich selbst und ihre Kritiker genau so berichtet, als handle es sich um irgendein Unternehmen im öffentlichen Interesse".

Alarmsignal

"Zwei Kurzberichte in den Nacht-ZiBs" über die kürzlich gegründete Plattform "SOS ORF" seien "eher ein Alarmsignal für den inneren journalistischen Qualitätsstandard der ORF-Führung und nicht genug, um sich der Kritik des Zudeckens entziehen zu können", so Strobl, der von Generaldirektorin Monika Lindner "mehr Mut zur Debatte und auch zur Informationsqualität", forderte.

Der Stiftungsrat des ORF wird voraussichtlich am 13. Juni und damit einen Tag vor seiner nächsten regulären Sitzung zu einer Sondersitzung zum Thema Unabhängigkeit des ORF zusammentreten.

Dass dieses Thema auch das ORF-Publikum bewegt, war unlängst auf FM4 zu hören: In der jüngsten Ausgabe der Talk-Sendung "Doppelzimmer" wollte ein Anrufer darüber diskutieren - und über die seiner Ansicht mangelhafte Berichterstattung in den ORF-Medien. Prompt fiel der Anrufer aus der Leitung. Das "Doppelzimmer"-Team, besorgt um eine schiefe Optik, rief ihn aber umgehend zurück. (APA)

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