Haitec: Aktionärsklagen vermiesen Halbjahresergebnis

2. Juni 2006, 10:14
posten

Für 2006 sind 22 Mio. Euro Umsatz und ein ausgeglichenes EBIT angepeilt

Der Münchner IT-Dienstleister Haitec hat in den ersten sechs Monaten seines laufenden Geschäftsjahres dank zweier Übernahmen den Umsatz deutlich gesteigert, ist aber gleichzeitig tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der Umsatz kletterte um 30 Prozent auf 10,3 Mio. Euro. Der EBIT-Verlust stieg aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 0,44 auf 0,7 Mio. Euro ebenfalls an. Als zentralen Punkt für die "unbefriedigende Umsatz- und Ergebnisentwicklung" hat Haitec die Klagen von Kleinaktionären gegen die Einbringung der autinform in die Haitec AG ausgemacht. Dadurch habe sich die Bereitstellung eines integrierten Beratungsangebots deutlich verzögert, was zu erheblichen Einbußen geführt habe, teilte Haitec heute, Freitag, in einer Aussendung mit.

Darüber hinaus lasteten aber auch Kosten für die Restrukturierung in Höhe von 0,35 Mio. Euro auf dem Ergebnis. Eine deutliche Verbesserung erwartet Haitec jedoch für die kommenden Monate. Positive Anzeichen sieht das Unternehmen etwa in der guten Entwicklung beim Auftragseingang, der sich auf zwölf Mio. Euro belief. Darüber hinaus habe die erst kürzlich erfolgte Integration der hochprofitablen dms GmbH schon jetzt positive Impulse gebracht. Auch dank der Realisierung von Einsparpotenzialen peilt Haitec nun für das Gesamtjahr 2005/06, das am 30. September endet, bei einem Umsatz von 22 Mio. Euro ein ausgeglichenes EBIT an.

Mitte April hatte Haitec für die Finanzierung seines Wachstumskurses eine Kapitalerhöhung beschlossen, die dem Unternehmen knapp zwei Mio. Euro in die Kassen spült. Eine weitere Expansion sei vorerst nicht geplant, aber durchaus im Rahmen des Möglichen, wie Haitec-Chef Nico Brunner zu diesem Zeitpunkt gegenüber pressetext erklärte. Nach den Übernahmen der vergangenen Monate soll zunächst einmal das eigene Geschäft vorangetrieben werden.(pte)

Share if you care.