Tarnkappen künftig nicht mehr unvorstellbar

6. Juni 2006, 18:49
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Studie über Kontrolle elektromagnetischer Felder verweist Fantasy- oder SF-Instrumentarien nicht für immer in den Bereich der Fiktion

Washington - Britische und US-Wissenschaftler glauben, dass in Fantasy-, Science Fiction-Vorlagen oder Heldenepen wie dem Nibelungenlied beschriebene Tarnkappen oder Zaubermäntel, die den Träger unsichtbar machen können, durchaus Realität werden könnten.

Materialfrage

In einer Studie, die am Donnerstag im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlicht wurde, erklären die Forscher, hierzu müssten Licht und magnetische Strahlen lediglich um das verhüllte Objekt herum gelenkt werden. Wenn das Objekt das Licht nicht reflektiere, sei es für das menschliche Auge unsichtbar. "Der Mantel würde wirken, als ob man ein Loch im Raum geöffnet hätte", so David Smith von der Duke University. "Das Licht und alle anderen elektromagnetischen Wellen werden um den Bereich herumgeleitet und kommen auf der anderen Seite wieder hervor, als ob sie durch nichts hindurch gegangen wären."

"Das ist keine Science Fiction", so auch sein Kollege John Pendry, Physiker am Imperial College in London und einer der Ko-Autoren der Studie über den "Zaubermantel".

Der Haken: Bislang ist es noch nicht gelungen, das hierfür notwendige Material herzustellen, und so ist die Theorie noch nicht umzusetzen. Eingesetzte Mittel hinter den Forschungen lassen jedoch auf großes Engagement schließen: Die Arbeiten der an der Studie beteiligten Wissenschaftler werden teilweise vom Pentagon finanziert. (APA)

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    Der Versuch eines "cloaking device" mittels visuellen Effektes - die Bestrebungen der Wissenschaft gehen aber ans Eingemachte.

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