Google gibt Picasa für Linux frei

23. Juli 2006, 16:32
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Erste Beta-Version der Fotoverwaltung veröffentlicht - Mehr als 200 Patches für Wine als "Nebeneffekt"

Das Fotoverwaltungstool Picasa gibt es ab sofort auch für Linux: Google hat nun eine erste Beta-Version zum Download freigegeben.

Umsetzung

Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine "normale" Portierung, viel mehr hat sich das Unternehmen dazu entschlossen den Windows-API-Nachbau Wine zum Einsatz zu bringen. Um die notwendigen Verbesserungen bei Wine vorzunehmen wurde der hauptsächliche Sponsor hinter Wine - Codeweavers - engangiert.

Umfangreich

Insgesamt 225 Patches sind auf diese Weise zusammengekommen, teilweise wurden Bugs beseitigt, teilweise neue Features implementiert. So können nun auch von Wine aus Digitalkameras und Scanner angesprochen werden. Bisher noch nicht fertig implementiert ist hingegen die eingebaute CD-Brenn-Funktion sowie die Möglichkeit Movies abzuspielen.

Rückgabe

Der Großteil der Patches ist bereits in die offizielle Codebasis von Wine eingeflossen. Wer Picasa für Linux ausprobieren will, muss übrigens nicht extra eine spezielle Wine-Version installieren, die Software bringt die notwendigen Funktionen selber mit.

Ausblick

Google plant übrigens in Zukunft noch weitere Software für Linux zu veröffentlichen, so sind etwa Google Earth und Google Talk bereits angekündigt worden. Bei beiden soll allerdings im Gegensatz zu Picasa eine "echte" Portierung erfolgen.

Download

Die Beta-Version von Picasa für Linux kann von der Seit des Herstellers kostenlos in Form von RPM, DEB oder Installer-Paketen heruntergeladen werden. (red)

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