Barilla strebt mit Kamps an die Börse

4. Juli 2006, 13:46
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Um finanziellen Belastungen vorzubeugen, soll die deutsche Bäckerei-Kette in spätestens vier Jahren wieder an die Börse

Düsseldorf - Der italienische Nudelhersteller Barilla will seine deutsche Bäckerei-Kette Kamps in spätestens vier Jahren wieder an die Börse bringen. "Wir werden alles daran setzen, dass Kamps bis Juli 2010 an die Börse zurückkehrt", sagte der neue Vorstandschef von Barilla, Robert Singer, dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

Mit dem Börsengang wollten die Italiener eine Auszahlung des anderen Großaktionärs bei Kamps, der Banca Popolare Italiana, verhindern, schreibt die Zeitung. Die Bank hält 41 Prozent an Kamps und hätte ohne den Börsengang die Option, die Anteile bis 2010 an Barilla zu verkaufen. Barilla und die Bank hatten Kamps im Jahr 2002 für knapp zwei Milliarden Euro übernommen.

Verdacht auf Insiderhandel

Die Beziehungen zwischen Barilla und dem Großinvestor gelten als angespannt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben des Blattes wegen Insiderhandels gegen ehemalige Banker, die sich vor der Übernahme mit Kamps-Aktien eingedeckt haben sollen, um sie dann später zu einem höheren Preis zu verkaufen. (APA/dpa)

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