Schumacher soll sich beeilen

7. Juni 2006, 11:50
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Michael Schumacher, der glaubt, dass Deutschland Weltmeister wird, muss Ferrari seine Pläne bald verraten.

Monte Carlo - Die Formel 1 in ihrer Gesamtheit soll ja kein Missverständnis sein. Wobei das in Monte Carlo nicht so eindeutig ist, ein Autorennen durch eine Stadt ist zumindest fragwürdig. Mit großer Vorfreude aber auch mit kleinen Sorgen blickt Michael Schumacher dem "Leitplankengeschlängel"am Sonntag (Start 14 Uhr) entgegen. "Die Herausforderung ist ungebrochen. Es ist ein tolles Gefühl, so dicht und mit so einer Geschwindigkeit an den Straßenbegrenzungen vorbeizurasen", meinte der siebenfache Weltmeister. "Aber es ist sicherlich das mit Abstand gefährlichste Rennen des Jahres. Es ist besorgniserregend."

Schumacher liegt nach seinen beiden Saisonsiegen in Imola und am Nürburgring mit 15 Punkten Rückstand auf Platz zwei hinter Titelverteidiger Fernando Alonso im Renault. Vor zwei Wochen hat Schumi erklärt, dass er erst am Ende der Saison nach Absprache mit Ferrari seine Entscheidung über ein mögliches Karriereende bekannt geben wird. Das spielt es nicht, er wird sich beim GP von Italien am 10. September in Monza festlegen. Grund für den Sinneswandel ist ein Missverständnis mit Teamchef Jean Todt, der auf raschere Äußerungen drängte. "Ein Verständigungsproblem. Monza passt."

In einer anderen Personalie hat Ferrari Gewissheit. Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi ("Ich habe in meinem Sport noch einiges vor.") wird sicher nicht ins Auto wechseln. Schumacher beurteilte den Verzicht Rossis mit gemischten Gefühlen. "Einerseits ist es schade, andererseits kann ich es verstehen. Valentino weiß, was er in seiner Motorrad-Welt hat. In der Formel-1-Welt gibt es andere Umstände."

Bei der Fußball-WM wird es überhaupt ganz anders sein, Schumacher besuchte die deutsche Nationalmannschaft im Trainingslager in der Schweiz. "Es ist schön zu sehen, wie viel Harmonie herrscht. Da gibt es keine Missverständnisse, die werden sicher Weltmeister." (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 26. Mai 2006, red)

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    Kimi Räikkönen in einem McLaren-Mercedes aus Eis. Vorteil ist, dass der Motor nicht explodieren, sondern maximal schmelzen kann.

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