Rhetorische Schlacht BZÖ-FPÖ um Politikergehälter

9. Juni 2006, 12:28
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Strache verzichtet nun ebenfalls auf Einkommensplus - Scheuch: FP-Chef mit schlechtem Gewissen - Kickl: Angriffe des BZÖ grotesk

Wien - Der Verzicht auf die Politiker-Gehaltserhöhung lässt zwischen den früheren Parteifreunden von FPÖ und BZÖ fröhlich die Wogen hochgehen. Dass nun auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf sein Einkommensplus verzichtet, sieht BZÖ-Sprecher Uwe Scheuch als einen peinlichen Versuch, sich mit schlechtem Gewissen nachträglich aus der Affäre zu ziehen. Nun stelle sich die Frage, ob auch die restlichen FPÖ-Mandatare wie Volksanwalt Ewald Stadler, EU-Abgeordneter Andreas Mölzer und Co. ihre Gehaltsplus spenden werden.

"Primitiven Versuche"

Davor hatte sich FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl ebenfalls per Aussendung über die "primitiven Versuche der frischgekürten Oberorange Westenthaler" erregt, FP-Chef Heinz-Christian Strache im Zusammenhang mit den Politikergehältern in Misskredit zu bringen.

Die Anwürfe des designierten BZÖ-Vorsitzenden seien alleine deshalb besonders grotesk, weil kein Geringerer als sein Ziehvater Jörg Haider schon im November 2002 erklärt habe, dass Westenthaler sich die Taschen mit Geldern aus Ämtern vollstopfe, die er nur durch die Partei erreicht habe. Sollte Westenthaler allerdings seine Tätigkeit für die Orangen tatsächlich ohne Bezahlung ausüben, werde er das erste Mal in seinem Leben leistungsgerecht entlohnt, spottete der Generalsekretär. (APA)

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