USA und China wollen neue Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm

14. Juni 2006, 15:13
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Einigkeit über Umsetzung der im Vorjahr vereinbarten Prinzipien

Peking - Vertreter der USA und Chinas haben am Donnerstag in Peking über eine Wiederbelebung der internationalen Verhandlungen über das nordkoreanischen Atomwaffenprogramm beraten. An den vierstündigen Beratungen nahmen der US-Unterhändler Christopher Hill und dessen chinesischer Amtskollege Wu Dawei teil, wie ein Sprecher des Außenministeriums in Peking sagte.

Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass die bei der letzten Runde der Sechs-Länder-Gespräche im September vergangenen Jahres vereinbarten Prinzipien umgesetzt werden sollten. Nordkorea hatte sich grundsätzlich zu einer Aufgabe seiner Atomwaffen und Nuklearprogramme im Gegenzug zu Energiehilfe und wirtschaftlicher Kooperation verpflichtet.

Die Führung in Pjöngjang weigert sich, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, weil die USA finanzielle Sanktionen gegen nordkoreanische Unternehmen verhängt haben. Die US-Regierung hat diese Sanktionen als Abwehrmaßnahmen gegen Geldfälschung sowie Drogen- und Waffenschmuggel Nordkoreas bezeichnet. An den internationalen Gesprächen sind auch Südkorea, Japan und Russland beteiligt. (APA/dpa)

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