Donnerstag: Wurz legt Bestzeit hin

7. Juni 2006, 11:50
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Williams-Testpilot heuer schon zum dritten Mal Schnellster in freien Trainings - Renault vor Ferrari - Räikkönen im Glück - Klien miserabel

Monte Carlo - Williams-Testfahrer Alexander Wurz ist im freien Training zum Grand Prix von Monaco, das traditionell am Donnerstag ausgetragen wird, Bestzeit gefahren. Der 32-jährige Niederösterreicher, der seit neun Jahren in Monte Carlo lebt, verwies Honda-Ersatzpilot Anthony Davidson (+0,168 Sek.) und Juan Pablo Montoya (+0,231) auf die Plätze. Red-Bull-Pilot Christian Klien fuhr lediglich auf die Plätze 18 bzw. 21.

Alonso am Vormittag Schnellster

Hatte am Vormittag noch Weltmeister Fernando Alonso im Renault die Topzeit herausgefahren, so war Wurz insgesamt klar der Schnellste. Der Österreicher fuhr in Monaco seine bereits dritte Trainings-"Pole" der laufenden Saison nach jenen in Malaysia und zuletzt auch am Nürburgring ein.

"Die Rundenzeiten werden gegen Ende jeder Session immer schneller", erklärte Wurz, der die Tagesbestzeit von 1:15,907 Minuten rund drei Minuten vor Trainingsende markierte. "Der Grip nimmt durch den Gummiabrieb ständig zu, weil die Strecke sonst nur vom Straßenverkehr genützt wird. Wenn man fünf Minuten später draußen ist, kann das bereits ein paar Zehntelsekunden Unterschied ausmachen." Zuvor war die zweite Session von drei kleineren Zwischenfällen unterbrochen worden.

Räikkönen knapp am Motorschaden vorbei

Bereits am Vormittag hatte der finnische Vizeweltmeister Kimi Räikkönen ein Problem aber auch Glück im Unglück. Der Vorjahressieger blieb kurz nach Ende der ersten Session mit den Anzeichen eines Motorschadens liegen. Ein Motorwechsel hätte dem McLaren-Mercedes-Piloten zehn Startplätze gekostet. Ein Teamsprecher bestätigte aber, dass es sich lediglich um ein defektes Hitzeschild gehandelt hatte. Das hatte Feuer gefangen und den noch intakten Motor zum Stillstand gebracht.

Alonso klassierte sich am Nachmittag auf Platz vier und war damit ebenso wie sein Renault-Teamkollege Giancarlo Fisichella zweimal schneller als WM-Hauptkonkurrent Michael Schumacher. Der Rekordweltmeister kam im Ferrari nicht über die Plätze 4 und 15 hinaus.

Coulthard vor Klien

Klien landete in beiden Sessions deutlich hinter seinem schottischen Teamkollegen David Coulthard (Elfter und Achter), der in den Jahren 2000 und 2002 jeweils für McLaren in Monaco gewonnen hatte. "Man benötigt ein paar Jahre Erfahrung, um hier wirklich schnell zu sein", meinte Klien, der seinen zweiten Grand Prix im Fürstentum bestreitet.

Im Vorjahr war der Vorarlberger bei Red Bull zwischenzeitlich von Vitantonio Liuzzi ersetzt worden. Nun fuhr der Italiener im Toro Rosso im freien Training auf die Plätze 22 und 16, sein US-amerikanischer Teamkollege Scott Speed jeweils auf 23. (APA)

Ergebnisse vom Freien Training am Donnerstag für den Formel-1-GP von Monaco:

Zweites Training:

1. Alexander Wurz (AUT) Williams-Cosworth 1:15,907 Minuten (158,404 km/h) - 2. Anthony Davidson (GBR) Honda 1:16,075 - 3. Juan Pablo Montoya (COL) McLaren-Mercedes 1:16,138 - 4. Fernando Alonso (ESP) Renault 1:16,221 - 5. Robert Doornbos (NED) Red Bull-Ferrari 1:16,292 - 6. Kimi Raikkonen (FIN) McLaren-Mercedes 1:16,707 - 7. Giancarlo Fisichella (ITA) Renault 1:16,721 - 8. David Coulthard (GBR) Red Bull-Ferrari 1:16,870 - 9. Jenson Button (GBR) Honda 1:16,903 - 10. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:17,251. Weiter: 15. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:17,603 - 16. Vitantonio Liuzzi (ITA) Toro Rosso 1:17,638 - 17. Mark Webber (AUS) Williams-Cosworth 1:17,744 - 21. Christian Klien (AUT) Red Bull-Ferrari 1:18,123 - 23. Scott Speed (USA) Toro Rosso 1:18,420 - 27. Neel Jani (SUI) Toro Rosso 1:19,445

Erstes Training:

1. Fernando Alonso (ESP) Renault 1:16,712 Minuten (156,742 km/h) - 2. Anthony Davidson (GBR) Honda 1:16,872 - 3. Giancarlo Fisichella (ITA) Renault 1:16,888 - 4. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:16,973 - 5. Juan Pablo Montoya (COL) McLaren-Mercedes 1:17,458 - 6. Robert Kubica (POL) BMW Sauber 1:17,869 - 7. Alexander Wurz (AUT) Williams-Cosworth 1:17,949 - 8. Jenson Button (GBR) Honda 1:18,329 - 9. Robert Doornbos (NED) Red Bull-Ferrari 1:18,394 - 10. Rubens Barrichello (BRA) Honda 1:18,406 - 11. David Coulthard (GBR) Red Bull-Ferrari 1:18,447. Weiter: 18. Christian Klien (AUT) Red Bull-Ferrari 1:19,543 - 19. Neel Jani (SUI) Toro Rosso 1:19,651 - 22. Vitantonio Liuzzi (ITA) Toro Rosso 1:19,857 - 23. Scott Speed (USA) Toro Rosso 1:20,137 - 27. Kimi Raikkonen (FIN) McLaren-Mercedes 2:06,592* - 28. Nick Heidfeld (GER) BMW Sauber keine Zeit.

* Motorschaden. Wird in Startaufstellung um 10 Plätze zurückversetzt.

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    Schon die dritte Donnerstags- bzw. Freitags-Poleposition für Wurz in dieser Saison.

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    Ex-Zweirad-Ass Lance Armstrong (re) bekam keine berauschenden Rundenzeiten der Ferraris von Massa (li) und Schumacher zu sehen.

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