Leitl glaubt an spätere Lösung

28. Juni 2006, 14:19
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Präsident der Wirtschaftskammer will sich an Schuldzuweisungen nicht beteiligen - Appell an guten Willen aller Beteiligten

Wien - Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (ÖVP) lehnt gegenseitige Schuldzuweisung nach dem Platzen der OMV-Verbund-Fusion strikt ab. In der ZiB 2 Mittwochabend erklärte Leitl, er wolle sich daran nicht beteiligen. Die Fusionspläne sollten seiner Meinung nach noch nicht aufgegeben werden. Er ist überzeugt, dass in ein paar Monaten eine Lösung gefunden werden kann, die von allen Beteiligten mitgetragen wird.

Ein Wiederverstaatlichung der Energieversorger - wie von den Landeshauptleuten gefordert - ist für Leitl "das Letzte". Trotzdem müssten die Sorgen ernst genommen und Lösungen gesucht werden. Eine Sicherung der Wasserkraft sei möglich, ist Leitl überzeugt. Gefragt seien jetzt Fantasie und Flexibilität. Der Wirtschaftskammer-Präsident appellierte an den guten Willen aller Beteiligten. "Man soll nicht wegen eines Rückschlags die Flinte ins Korn werfen."

Neuerlich forderte Leitl eine Strompreissenkung. Die Preise seien in Österreich um 10 bis 20 Prozent zu hoch. "Österreich erzeugt den billigsten Strom, verkauft aber den teuersten Strom", so leitl. (APA)

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    Christoph Leitl glaubt an einen späteren Konsens

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