Solarworld erhöht Dividende kräftig

8. Juni 2006, 14:51
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Konzern erwartet heuer Umsatzanstieg von rund 40 Prozent

Bonn - Der Solartechnologie-Konzern Solarworld will weiter stark wachsen, auch im Ausland investieren und bei Exporten kräftig zulegen. Das kündigte Solarworld-Vorstandschef Frank Asbeck am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Bonn an.

Der Vorstand des Unternehmens erwartet für dieses Jahr einen Umsatzanstieg - unter Einbeziehung des übernommenen Shell-Geschäfts - von rund 40 Prozent. Die durch jüngste Kursverluste aufgeschreckten Aktionäre beruhigte Asbeck mit den Worten, dass die Börse die guten Zahlen und Aussichten des Unternehmens wieder honorieren werde. "Langfristig ist die Börse nicht blöd."

Dividendenserie

Nach einem erneut glänzenden Geschäftsjahr erhalten die Solarworld-Aktionäre für 2005 eine kräftig aufgestockte Dividende von 50 Cent je Aktie. Im Jahr zuvor hatte das im TecDAX notierte Unternehmen 18 Cent je Aktie ausgeschüttet. Solarworld zahlt damit im sechsten Jahr in Folge eine Dividende - und damit in jedem Geschäftsjahr seit dem Börsengang.

Die Hauptversammlung gab auch grünes Licht für weitere Gratisaktien. Für jede Aktie erhalten die Anteilseigner im Zuge einer Kapitalerhöhung zusätzlich drei weitere Aktien. Der Vorstand von Solarworld wird nach dem Willen der Hauptversammlung künftig seine Bezüge individuell offen legen.

Kursrutsch

Der jüngste Rutsch der Aktie sei nicht durch das Unternehmen verursacht, sondern stehe in Zusammenhang mit den weltweiten Kurseinbrüchen, sagte Asbeck. Nach Höchstnotierungen von mehr als 280 Euro war Solarworld - wie auch andere Unternehmen aus der Solarbranche - in der vergangenen Woche stark gefallen. Die Aktie notierte am Mittwoch leicht im Plus bei 199,49 Euro.

Asbeck verwies darauf, dass Solarworld in den vergangenen Jahren zu den großen Gewinnern an der Börse gezählt habe und die Aktionäre auch weiter ein gutes Geschäft und eine Erfolg versprechende Strategie erwarten dürften. Verkauf und Produktion brummten. Der Kursanstieg von Mai 2005 bis Mai 2006 (Höchststand) lag bei etwa 250 Prozent.

Laut Asbeck ist Solarworld nach der Übernahme der Shell- Solargeschäft inzwischen in der Branche zur Nummer Zwei in der Welt hinter Sharp aufgerückt. In Europa, darunter vor allem in Spanien, sowie in den USA werde Solarworld sich den Markt weiter erschließen. Dazu würden die Kapazitäten ausgeweitet. Über die Vertretungen in Singapur und Südafrika solle auch ein spezielles Produkt für ärmere Länder entwickelt werden. Ziel sei es auch, die Produktionskosten zu halbieren, um auch den Preis für Solarstrom um die Hälfte zu drücken. (APA/dpa)

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