Schönbrunn-Direktor ruft zur Ruhe auf

12. Juni 2006, 16:53
5 Postings

"Sollten alle Fangversuche scheitern, im schlimmsten Fall Abschuss akzeptieren"

Wien - Der Präsident des WWF und Direktor des Tiergartens Schönbrunn, der gebürtige Tiroler Helmut Pechlaner, hat die Bevölkerung im betroffenen Bären-Gebiet zur Ruhe aufgefordert. Sollten alle Fangversuche scheitern, müsse akzeptiert werden, dass der Bär auch abgeschossen werde, "vor allem wenn Menschenleben in Gefahr sind".

Der WWF betonte in der Aussendung, dass das Einfangen nach wie vor eine Option sei. Die Umweltschutzorganisation räumte aber auch ein, dass im Ernstfall ein Abschuss des Tieres nicht auszuschließen sei, da es sich "um ein Tier mit problematischem Verhalten handelt". Dennoch dürfe die Hemmschwelle, eine durch Artenschutzrecht streng geschützte Art zu töten, keinesfalls sinken.

Pechlaner verwies darauf, dass Bären prinzipiell sehr scheue Tiere seien und die Nähe von Menschen meiden würden. Im Falle des Trentino-Bärens handle es sich um einen Problembären, der ein absolut untypisches Verhalten aufweise, meinte Pechlaner. (APA)

Share if you care.