Verbund-Haider weist Politiker-Vorwürfe zurück

28. Juni 2006, 14:19
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"Müssen uns darauf verlassen, dass Zusagen eingehalten werden" - Österreich reformunfähig

Wien - Verbund-Chef Hans Haider hat am Mittwoch Vorwürfe zurückgewiesen, er selbst und OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer seien für das Scheitern der Allianz zwischen OMV und Verbund verantwortlich. Er und Ruttenstorfer hätten die Allianz professionell vorbereitet. Dabei habe man auch mit Spitzenpolitikern zahlreiche Gespräche geführt und sich letztlich "darauf verlassen müssen, dass Zusagen eingehalten werden", sagte Haider im ORF-Mittagsjournal.

Selbstverständlich habe er auch mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll gesprochen, der dafür bekannt sei, seine Meinung unmissverständlich kundzutun. Die Reaktion laut Haider: Pröll habe weder zugestimmt, aber auch nicht gesagt, es komme nicht in Frage. SP-Chef Gusenbauer wiederum sei "offensichtlich unter erheblichem innerparteilichem Druck gestanden".

"Da hält man in Wien eine Lateinamerika-Konferenz ab und ermahnt die Bolivianer, die Energiewirtschaft ihres Landes nicht zu verstaatlichen und dann kommt die Forderung der österreichischen Landeshauptleute eine Rückverstaatlichung des Energiewesens vorzunehmen", sagte Haider.

Derlei mache ihn "ungeheuer traurig", so Haider, der von einer "Reformunfähigkeit in Österreich" sprach. (APA)

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    Verbund-Chef Hans Haider spricht von "Reformunfähigkeit in Österreich".

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