Erstmals im Winter mehr Nächtigungen als im Sommer

27. Juni 2006, 14:08
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60 Millionen Übernachtungen verzeichnete der Wintertourismus von November bis April, das ist ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr

Wien - Der österreichische Wintertourismus hat in der Saison 2005/06 (November bis April) insgesamt knapp 60 Millionen Übernachtungen verzeichnet, das bedeutet gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 1,3 Prozent. Damit gab es erstmals mehr Nächtigungen im Winter als im Sommer, teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Ausländische Gäste nächtigten in dieser Periode in Österreich um 0,9 Prozent häufiger als im Vorjahr, Inländer um 2,7 Prozent. Die Zahl der Gäste insgesamt erreichte mit 14 Mio. Ankünften ein Plus von 4 Prozent. Wichtiger Beitrag für diesen Zuwachs war ein kräftiges Plus im Monat April, wo mit 7,23 Mio. Übernachtungen und 1,97 Mio. Ankünften Steigerungen von 51,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Ankünfte: +30,1 Prozent) verzeichnet wurden. Grund dafür waren die Osterferien, die heuer in den April, 2005 aber in den März fielen.

Deutsche bleiben wichtigste Gäsrtegruppe

Wichtigstes Herkunftsland in den sechs Wintermonaten blieb Deutschland mit 25,73 Mio. Nächtigungen, das sind um 3,3 Prozent weniger als in der Vorperiode. Teils deutliche Steigerungen gab es bei den Gästen aus den Niederlanden (5,38 Mio. Nächtigungen/+2,4 Prozent), Großbritannien (2,27 Mio./+6,0), der Schweiz (1,53 Mio./+1,4), Belgien (1,32 Mio./+3,9) und Italien (1,19 Mio./+6,8). Gäste aus den USA nächtigten in dieser Saison um 0,5 Prozent weniger als im Vergleich zur Vorjahressaison.

Mit Ausnahme von Tirol (-1,1 Prozent) und Vorarlberg (-1,3 Prozent) meldeten alle Bundesländer höhere Nächtigungsziffern. Am stärksten fielen die Zunahmen im Burgenland (+13,5 Prozent) und in Niederösterreich (+6,2 Prozent) aus, in den übrigen Bundesländern lagen die Ergebnisse zwischen +1,3 Prozent (Oberösterreich) und +3,9 Prozent (Kärnten). Wien erzielte mit 3,82 Mio. Übernachtungen ein Plus von 9,3 Prozent. (APA)

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