Weltbank begibt Milliardenkredit

28. Juli 2006, 11:06
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Mit dem Darlehen von 1,5 Milliarden Dollar wird die Volksrepublik neben Indien zum größten Hilfsempfänger der Weltbank, China hat mit Umwelt- und Sozialproblemen zu kämpfen

Washington - Die Weltbank hat der chinesischen Regierung für die kommenden fünf Jahre ein Darlehen über insgesamt 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) zur Lösung der drängenden Probleme in Umwelt und Gesellschaft zugesagt. Wie Weltbank-Chef Paul Wolfowitz am Dienstag in Washington mitteilte, sollen die Gelder vor allem für die Entwicklung der im Vergleich zu den Küstenregionen benachteiligten Binnenprovinzen verwendet werden. Mit Hilfe der neuen "strategischen Partnerschaft" solle China seine Wirtschaft stärken und zusätzliche Mittel zur Verbesserung des Umweltschutzes erhalten, betonte Wolfowitz.

Wolfowitz bezeichnete die zunehmende "Verstädterung" als eines der wichtigsten Probleme Chinas. Mehr als 135 Millionen Chinesen haben nach Weltbank-Angaben pro Tag weniger als einen Dollar zur Verfügung; mehr als zehn Millionen Menschen ziehen jährlich auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Städte. Besonders der rasant ansteigende Energieverbrauch in den Städten belaste die Umwelt, sagte Wolfowitz.

Wenn das Land die fortschreitende Umweltverschmutzung nicht in den Griff bekomme, habe dies für die ganze Welt negative Folgen. Mit dem Darlehen wird China den Angaben zufolge neben Indien zu einem der größten Hilfsempfänger der Weltbank. (APA/AFP)

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    Mehr als 135 Millionen Chinesen haben nach Weltbank-Angaben pro Tag weniger als einen Dollar zur Verfügung.

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