ÖAMTC prüft Kindersitze

11. Juni 2006, 18:57
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Billigprodukte fallen durch - Kein "hervorragend" - aber 15 "sehr empfehlenswert"

Wien - 31 Kindersitze in allen Gewichts- und Preisklassen hat der ÖAMTC getestet. Das Ergebnis: Billigsitze hinken den Markenprodukten hinterher, während die Markenprodukte noch sicherer geworden sind, teilte der ÖAMTC in einer Aussendung mit.

Hauptkriterien bei dem Test waren Sicherheit und Gebrauchstauglichkeit. Erfreulich: Nur drei der getesteten Produkte fielen durch. Fünfzehn Sitze konnten als " sehr empfehlenswert" benotet werden, acht mit "empfehlenswert", fünf mit "bedingt empfehlenswert". "Generell schneiden Sitze, die mehrere Gewichtsklassen abdecken, schlechter ab", stellte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl fest. Erfreulich sei, dass es für jedes Alter einen Kindersitz gibt, der mit "sehr empfehlenswert" abschneiden konnte.

Sitze unter 60 Euro mit erheblichen Mängeln

Während Markensitze ihre Sicherheitsstandards beträchtlich erhöhen konnten, wiesen Billigprodukte - Sitze unter 60 Euro - erhebliche Mängel auf. Bei einem Sitz etwa zerbrach beim Frontcrash die Sitzschale komplett, bei einem anderen brach das Gestell auseinander, alles Mängel, die bei einem Unfall fatale Folgen haben können, so der ÖAMTC. "Auch die Hersteller von Kindersitzen im unteren Preissegment müssen Kindersicherheit ernst nehmen und dürfen die Sicherheit nicht den Verkaufszahlen opfern", appellierte Kerbl.

2005 verunglückten laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) österreichweit 1.610 Kinder bei Verkehrsunfällen im Pkw. Jedes Zehnte war bei einem solchen Unfall ungesichert. Egal ob Eltern mit ihrem Nachwuchs nur kurz zum Einkaufen fahren oder sich auf eine längere Reise begeben, jedes Kind müsse laut ÖAMTC im Kindersitz gesichert sein. "Schon bei geringe Fahrgeschwindigkeit kann durch ein plötzliches Bremsmanöver erhöhte Verletzungsgefahr bestehen", erklärte Kerbl. (APA)

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