Österreichs Industrie mit 8,7 Prozent Umsatzplus

8. Juni 2006, 15:46
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Die heimische Industrie konnte 2005 bei Umsatz und Produktion kräftig zulegen - Beschäftigung ging geringfügig um 0,2 Prozent zurück

Wien - Die heimische Industrie konnte im Vorjahr bei Umsatz und Produktion kräftig zulegen, die Beschäftigung ging allerdings geringfügig zurück. Im Gesamtjahr 2005 stieg der Produktionswert im Jahresvergleich um 9,4 Prozent auf 121,5 Mrd. Euro, die Umsätze kletterten um 8,7 Prozent auf 141,5 Mrd. Euro. Die Zahl der Beschäftigten hingegen ging geringfügig um 0,2 Prozent auf 560.033 Mitarbeiter zurück. Dies teilte die Statistik Austria am Mittwoch mit.

Die Auftragseingänge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent auf 76,5 Mrd. Euro, die Auftragsbestände lagen mit 27,6 Mrd. Euro um 16,2 Prozent über dem vorangegangenen Jahr.

Insgesamt wurden im Vorjahr 939,4 Mio. Arbeitsstunden geleistet, das waren um 1,0 Prozent weniger als 2004. Die Brutto-Löhne- und -Gehälter wiesen ein Plus von 2,5 Prozent auf 19,8 Mrd. Euro aus.

Gute Entwicklung

Die gute Entwicklung der heimischen Industrie spiegelt sich auch in der Jahresveränderungsrate des Produktionsindex wider. Während die Industrieproduktion im europäischen Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr lediglich um rund 1,1 Prozent zunahm, lag Österreich mit einem Anstieg des Produktionsindex um 4,3 Prozent innerhalb der 25 EU-Staaten auf dem achten Platz und bei der Betrachtung der Eurozonenländer sogar hinter Luxemburg (+5,7 Prozent) auf dem zweiten Platz. Besonders stark wuchs der industrielle Produktionsindex gegenüber 2004 in Estland (+9,1 Prozent), Ungarn (+7,6 Prozent) und Litauen (+7,3 Prozent).

Besonders hohe Wachstumsraten beim Produktionswert erzielten die österreichischen Industriebranchen Energieversorgung mit plus 38,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Plus von 18,9 Prozent. (APA)

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    Beschäftigung ging leicht um 0,2 Prozent zurück.

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