Zeichen setzen vor dem Vorstand

13. Juni 2006, 21:24
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Plattform-Unterzeichner wünschen sich mehr Mitspracherecht

Wien - Der Vorstand kam, um über die Reform zu diskutieren - und die ÖGB-Rebellen zeigten Aktionismus für ihre Reformwünsche. Die Plattform verteilte Zettel mit Forderungen an ÖGB-Granden.

Aber auch an die Initiatoren der Internetplattform gibt es Forderungen. Mehr Mitspracherecht, mehr Diskussionen - das ist der Hauptwunsch, der an die Initiatoren von "Zeichen setzen"herangetragen wird. Unter www.zeichensetzen.at kann zwar die Internetinitiative unterschrieben werden. Das wird zwar von vielen, die an den ÖGB schreiben, begrüßt - eine Unterschrift ist aber vielen zu wenig.

Zeichen-Setzer

"Vielleicht wäre es möglich, eine Diskussionsplattform einzurichten?", fragt einer via Mail. Ein anderer regt ein Treffen der Zeichen-Setzer an. Denn fast alle Mailer sind der Meinung, dass es im ÖGB für die Basis zu wenig Möglichkeiten zur Mitsprache gebe, daher wenigstens die Zeichen-Setzer demokratischer sein sollten.

Inhaltlich wird am heftigsten über die Forderung diskutiert, dass die ÖGB-Spitzenicht im Parlament sitzen sollte. Diese Forderung der Internet-Initiative lehnen etliche ab, weil sich die Gewerkschaft nicht "selbst lähmen"dürfe. Manche Mailer protestieren auch dagegen, dass eine Unterschrift unter die ÖGB-Initiative nur unter Angabe der Mitgliedsnummer möglich ist: "Ich hoffe trotzdem auf Perestroika im ÖGB", kommentiert einer. Allerdings haben auch etliche Unterzeichner mit ihrer Unterschrift unter die Initiative ihren Eintritt in die Gewerkschaft angekündigt. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.5.2006)

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