Integration mit Bus: Häupl "will lachen"

6. Juni 2006, 12:48
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Grüne: Bürgermeister soll die Lehrer, die dem Gehrer'schen Finanzausgleich zum Opfer gefallen waren, wieder zurückholen

Wien - "Pisa spricht Bände", sagte Wiener Grünen-Klubobfrau Maria Vassilakou zu den Ergebnissen, die Kindern der ersten und zweiten Zuwanderergeneration ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Deshalb forderte sie gemeinsam mit Grünen-Schulsprecherin Susanne Jerusalem am Dienstag, dass Wiens Bürgermeister Häupl die 1300 Lehrer, die dem Gehrer'schen Finanzausgleich zum Opfer gefallen waren, wieder zurückholt. Diese seien jene Stützlehrer, die für eine erfolgreiche Integration von Kindern mit Deutsch-Defiziten erforderlich seien.

Deutschkenntnisse

"Unmöglich" findet die Grünen-Politikerin den Vor- stoß von Wiens VP-Chef Johannes Hahn. Dieser hatte vorgeschlagen, Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen gleichmäßig auf Schulen aufzuteilen, auch wenn das bedeuten würde, dass in- und ausländische Kinder in andere Bezirke hätten gebracht werden müssen, notfalls mit dem Bus. Das würde nach Grünen-Rechnung so viel kosten wie 400 Lehrer.

"Weil ich möcht auch lachen"

Häupls Kommentar zum Hahn-Vorschlag: "Fragt's den Tiller (Bezirksvorsteher von Döbling, einer teuren Wohngegend, Anm. Red.), was der sagt, dass in seinen Bezirk die Kinder aus der Brigittenau gekarrt werden, und 'seine' Kinder in die Brigittenau. Aber bitte berichtet's mir, was er sagt. Weil ich möcht auch lachen."(mil, frei/DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.5.2006)

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