STANDARD überholt "Presse" im Direktverkauf

24. August 2006, 11:08
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Auflagenkontrolle: "Krone", "Kurier", "Salzburger Nachrichten", "Wirtschaftsblatt" verlieren

Die Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) weist dem STANDARD für das erste Quartal 2006 erstmals mehr so genannte Direktverkäufe aus als der "Presse". Diese Kategorie umfasst Einzelverkauf und Abos.

DER STANDARD konnte seine Direktverkäufe binnen eines Jahres um 4533 auf 65.170 Stück steigern, gegenüber dem ersten Quartal 2004 sogar um 7082. "Die Presse" legte seit Anfang 2005 um 2829 auf 64.942 zu. Dort freilich war sie im Wesentlichen schon Anfang 2004 mit damals 64.445 Stück (Grafik).

Seit dem ersten Quartal 2005 gewann DER STANDARD 5266 zusätzliche Abonnenten. Die stärksten Zuwächse verbuchte er in der Kategorie ab 30 Prozent des Listenpreises.

DER STANDARD verkauft nun im Wochenschnitt 73.535 Exemplare, "Die Presse" dank höherer Großverkäufe - bis zu 1500 Exemplare an eine Rechnungsadresse - 77.750 Stück.

Die "Salzburger Nachrichten" verkauften 4631 Stück weniger und halten nun bei 68.224.

Das "Wirtschaftsblatt", vorerst nur zu 50 Prozent in der Hand der "Presse"-Eigentümerin Styria Medien AG, meldete im ersten Quartal 2006 24.356 verkaufte Exemplare; 2447 weniger als ein Jahr zuvor.

Die "Kleine Zeitung", Cash Cow der Styria, legte hingegen 8080 Stück auf 296.665 zu und festigte so - obwohl nur im Süden verankert - ihre Position als Nummer zwei im Land.

"Kurier" verlor hauptsächlich in Wien

Der "Kurier" verkaufte mit 168.799 Stück 3492 weniger als ein Jahr zuvor. Den Großteil davon verlor er in Wien, wo die Gratiszeitung "Heute" aufliegt. Auch Mediaprintschwester "Krone" verliert einen Großteil der 4109 Stück weniger in Wien, hält aber bei weiter eindrucksvollen 851.743.

Die meisten Wochenzeitungen wie "NÖN" und "Oberösterreichische Rundschau" verloren, Ausnahme: "Die Furche" (Styria). Die "Ganze Woche" legte 10.302 auf satte 346.329 Stück zu; das "Seitenblicke Magazin" um fast 6000 auf 36.755. News-Gruppe und Styria-Magazine melden keine Daten. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 24./25.5.2006)

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    grafik: der standard
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