US-Besucher lassen Kassen klingeln

27. Juni 2006, 14:08
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Immer mehr US-Amerikaner entscheiden sich für eine Reise nach Österreich bzw. Wien - insgesamt gab es im Vorjahr 1,3 Millionen Nächtigungen

New York - "Wir haben heuer ein tolles Jahr, die Buchungslage ist sehr gut", berichtete Gabriele Wolf von der Österreich Werbung in New York, wo derzeit eine Delegation der Wiener Wirtschaftskammer zu Gast ist. Der Zuwachs allein in Wien beträgt heuer demnach bereits acht Prozent.

Laut Wolf zeichnet sich seit dem Vorjahr eine Erholung vom Einbruch nach den Terroranschlägen im Jahr 2001 ab. 2005 wurden 604.000 Übernachtungen von Gästen aus der USA in Wien registriert, was einen Nettoumsatz von 29 Mio. Euro bedeutet hat.

Insgesamt gab es im Vorjahr in Österreich 1,3 Millionen Nächtigungen von US-Touristen (548.000 Ankünfte). Für die nächsten zwei Jahre rechnet Wolf laut eigenen Angaben mit bis zu 700.000 Ankünften pro Jahr - ein Wert, der zuletzt im Jahr 2000 erreicht wurde.

Spendable Besucher

Nach Angaben der Österreich Werbung sind die amerikanischen Touristen in ihrer Urlaubsdestination Austria durchaus spendabel: 64 Prozent von ihnen steigen in Hotels mit vier oder fünf Sternen ab. Rund 70 Prozent von ihnen kommen als Individualtouristen.

In den USA wird Österreich laut Wolf vor allem für seine Kultur geschätzt, wobei den höchsten Stellenwert die Musik hat. Die Zuwächse Anfang 2006 dürften darum auch zu einem beträchtlichen Teil den Veranstaltungen rund um das heurige Mozartjahr zu verdanken sein. Amerikaner kommen aber auch zum Skifahren oder Wandern gerne nach Österreich.

Immer bekannter wird demnach auch der heimische Wein. "Der wird ein immer stärkeres Thema. Amerikaner können 'Grüner Veltliner' zwar nicht aussprechen, aber sie trinken ihn gerne", so Wolf.

AUA will zweiten New-York-Flug anbieten

Auf den Boom in Sachen USA wollen auch die Austrian Airlines (AUA) reagieren. Laut dem Nordamerika-Chef der Fluglinie, Paul Paflik, soll es in Zukunft täglich einen zweiten New-York-Flug geben. Für 2007 ist die Aufnahme einer Flugverbindung nach Chicago geplant.

Die Delegation der Wiener Wirtschaftskammer unter der Leitung von Kammerpräsidentin Brigitte Jank bewirbt Wien im "Big Apple" vor allem als Standort für die Kreativwirtschaft. Auf dem Programm standen aber unter anderem auch Besuche bei der wohl bekanntesten Immobilienmaklerin New Yorks, Barbara Corcoran, oder bei Vertretern der Stadtverwaltung. Begleitet wird Jank von ihrem Vorgänger an der Kammerspitze, Walter Nettig, der inzwischen als Sonderbeauftragter der Stadt Wien Auslandskontakte für die Bundeshauptstadt knüpft. (APA)

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