Alles "real" bei "Expedition Robinson" ?

5. Juni 2000, 14:34

"Wenn der Crew die Bilder fehlten, sind Szenen einfach nachgestellt worden"

"Mit der Realität hat 'Robinson' wenig zu tun", so Stefanie Ledermann, die am Sonntag vom "Inselrat" zur Siegerin der Fernsehshow des Schweizer Privatsenders TV 3 gekürt wurde. Die Schweizerin beklagte sich nach ihrem Sieg bei der Reality-Game-Show "Expedition Robinson" darüber, dass die Produktionsfirma einige Szenen für die Zuschauer inszeniert habe. "Wenn der Crew die Bilder fehlten, sind Szenen einfach nachgestellt worden", sagte die 26 jährige Kandidatin am Montag im Interview mit der Schweizer Boulevardzeitung "Blick". Sie habe auf der malaysischen Insel Tengah für die Kameraleute zum Teil mehrmals täglich Wasser holen oder ihren Schlafsack ausrollen müssen.

Dafür erhält sie für ihren Sieg 100.000 Franken (64.375 Euro/885.818 S). Auf der Insel ging ihre Liebe zu Hause in die Brüche. Beobachtet vom TV-3-Publikum ging sie eine neue Beziehung zum letzten männlichen Robinson-Mitspieler Sascha Negele ein.

Der ORF bereitet eine deutsch-österreichische Ausgabe der Überlebensschow "Expedition Robinson" mit dem deutschen Privatsender RTL II für Herbst vor. Acht KandidatInnen aus Österreich und acht aus Deutschland werden dabei in Malaysia um ein Preisgeld von 700.000 Schilling ringen. (APA/pd)

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