T-Mobile und Fujitsu Siemens packen UMTS ins Notebook

20. Juni 2006, 21:03
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Mobilfunker bietet PC für schnelles Handynetz für stolze 5000 Euro

Als einer der ersten PC-Hersteller packt Fujitsu Siemens die Handy-Datentechnik UMTS direkt in seine Notebooks, statt sie "nur" über eine zusätzliche Datenkarte zugänglich zu machen. Ein Leichtgewicht - die Q-Serie, ein Kilo schwer und A4 groß - macht in den nächsten Wochen den Anfang, ab Juli sollen weitere Notebooks folgen.

T-Mobile will durch eine Vertriebspartnerschaft mit Fujitsu Siemens das Q-Notebook zu einem "Showcase" für sein Netz machen; zwischen den Betreibern findet derzeit ein sportliches Wettrüsten in Hinblick auf die Übertragungsgeschwindigkeit ihrer Netze statt. Mobilkom A1 hat im Jänner damit begonnen, sein UMTS-Netz mit HSDPA (eine Technik zur Erhöhung der Übertragungsleistung) auszustatten. T-Mobile führte diese Technik zwar erst im März ein, dafür aber sofort für das gesamte UMTS-Netz - was bei A1 noch bis Sommer dauern soll. Dafür bietet A1 für die Lücken zwischen den UMTS-Inseln seit geraumer Zeit "Edge" - eine beschleunigte Datenübertragung im "alten" GSM-Handynetz.

5000 Euro

Weil hier "zwei Hochtechnologien" gebündelt werden, dürfe aber der Kunde auch keine Rabatte erwarten, sagt Georg Mündl, Mitglied der Geschäftsführung von T-Mobile. Anders als bei Datenkarten oder Handys gibt es beim Kauf des Fujitsu-Siemens Q keine Stützung durch den Betreiber - dafür den stolzen Preis von 5000 Euro für das Leichtgewicht, "das man einmal in der Hand gehalten haben muss, weil man vom Datenblatt keinen Eindruck seiner Exklusivität bekommt", sagt Wolfgang Horak, Chef von Fujitsu Siemens. Die Partnerschaft mit T- Mobile ist nur auf begrenzte Zeit exklusiv, später wird das Q - das natürlich auch mit anderen Netzbetreibern funktioniert - auch im sonstigen Handel zu bekommen sein. (spu, DER STANDARD Printausgabe, 23. Mai 2006)

  • Ein Q-Lifebook

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