Leichte Entspannung in der Eurozone-Handelsbilanz

1. Juni 2006, 16:55
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Exporte in sämtliche wichtige Partnerländer im März gestiegen

Brüssel - Die Handelsbilanz in der Eurozone hat im März einen leichten Überschuss erzielt. Während sich die Exporte der Eurozone im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 1,2 Prozent erhöhten, gingen die Einfuhren um 1,5 Prozent zurück. Statt einem Minus von 3,1 Mrd. Euro im Februar erzielte die Eurozone damit im März 2006 wieder einen leichten Handelsbilanzüberschuss von 1,2 Mrd. Euro, geht aus einer ersten Schätzung hervor, die das EU-Statistikamt Eurostat am Montag vorgelegt hat.

Im März 2005 hatte der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone allerdings noch 4,0 Mrd. Euro betragen, im Februar 2005 3,4 Mrd. Euro.

In der EU gesamt hat sich das Handelsbilanzdefizit im März gegenüber dem Vorjahr vor allem wegen der hohen Energieimport-Kosten auf 12,1 Mrd. Euro fast verdoppelt. Gegenüber dem Vormonat Februar zeichnete sich damit aber auch im Gesamt-EU-Raum eine leichte Entspannung ab. Im Februar dieses Jahres war das Handelsbilanzdefizit der EU-25 noch bei über 15 Mrd. Euro gelegen.

Warenaustausch mit China

Stark wuchs das Handelsdefizit der EU-Staaten vor allem im Warenaustausch mit China - auf -20,7 Mrd. Euro im Jänner und Februar 2006 (wo bereits Detailsdaten vorliegen) gegenüber -15,5 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum 2005 - ebenso im Handel mit Russland (-13,5 Mrd. Euro gegenüber -7,7 Mrd. Euro), Norwegen (-7,9 Mrd. Euro gegenüber -4,7 Mrd. Euro) und geringfügig auch im Handel mit Japan (-4,7 Mrd. Euro gegenüber -4,1 Mrd. Euro).

Auch die Exporte haben aber mit sämtlichen wichtigen Partnerländern zugelegt. Am stärksten stiegen die Ausfuhren nach Russland (+27 Prozent im Jänner-Februar 2006 gegenüber Jänner-Februar 2005), China und in die Türkei (beide +26 Prozent) sowie Kanada (+25 Prozent).

In Österreich stieg der Handelsbilanz-Überschuss nach Eurostat-Daten im März gegenüber dem Vormonat von 0,6 auf 0,9 Mrd. Euro an. Während die Ausfuhren sich um knapp 10 Prozent auf 2,7 Mrd. Euro erhöhten, sind die Einfuhren um 3,3 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro zurückgegangen. (APA)

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