Tchibo koppelt sich von Konsumschwäche ab

6. Juni 2006, 14:22
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Ungeachtet der Einzelshandelsflaute im Vorjahr stieg der Umsatz des Kaffeerösters um sechs Prozent auf 8,8 Milliarden Euro

Hamburg - Der Kaffeeröster und Handelskonzern Tchibo hat den Umsatz im ersten Quartal stärker als den Gewinn gesteigert. Gemeinsam mit dem zum Konzern gehörenden Kosmetikhersteller Beiersdorf sollen Erlöse und Ergebnis auch im laufenden Jahr wachsen.

Weitere Expansion geplant

"Tchibo und Beiersdorf sind gut aufgestellt, um Umsatz und Ergebnis trotz schwieriger Marktbedingungen weiter steigern zu können", prognostizierte Vorstandschef Dieter Ammer bei der Präsentation der Bilanz für 2005 am Montag in Hamburg. Tchibo wolle vor allem in Osteuropa und in Großbritannien durch zusätzliche Filialen weiter expandieren.

In den ersten drei Monaten nahm der Gewinn des Teilkonzerns Tchibo auf 54 Millionen von 53 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu. Der Umsatz erhöhte sich auf 920 (Vorjahresperiode: 862) Millionen Euro deutlich stärker. Der andere - im Nebenwerteindex MDax gelistete - Teilkonzern Beiersdorf steigerte den Überschuss auf 101 (92) Millionen Euro.

Zahl der Beschäftigten steigt

Im vergangenen Jahr verbuchte der gesamte Tchibo-Konzern ungeachtet der Einzelhandelsflaute einen um sechs Prozent auf rund 8,8 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz. Der Betriebsgewinn (Ebit) nahm um 13 Prozent auf 868 Millionen Euro zu. Die operative Umsatzrendite legte damit auf 9,9 (9,2) Prozent zu. Der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss kletterte sogar um 17 Prozent auf 511 MillionenEuro. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 700 auf 29.600.

Der Teilkonzern Tchibo gehört mit einem Umsatz von gut vier Milliarden Euro zu den großen Einzelhändlern in Deutschland. Von der Schwäche des Stammgeschäfts mit Kaffee koppelt sich Tchibo seit Jahren ab und weitet sein Angebot an Konsumgütern wie Haushalts- und Textilwaren aus und bietet zudem Mobilfunkdienste, Finanzprodukte und Reisen an. (APA/Reuters)

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