BWT macht mehr Gewinn im Quartal

1. Juni 2006, 16:23
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CWT-Abspaltung sorgt für Umsatzminus - Erwartungen der Analysten dennoch übertroffen

Wien - Die börsenotierte oberösterreichische Wassertechnikgruppe BWT (Best Water Technology) hat - bereinigt um die Abspaltung des Segments Aqua Systems Technologies (AST), das seit November als Christ Water Technology an der Börse notiert - Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2006 gesteigert. Für das laufende Geschäftsjahr 2006 erwartet der Vorstand einen konsolidierten Konzernumsatz von mehr als 330 Millionen Euro, der Jahresüberschuss soll über 20 Millionen Euro betragen.

Der Betriebserfolg EBIT stieg - ohne die Anfang November abgespaltene AST-Gruppe - gegenüber der Vorjahresperiode um 10,4 Prozent auf 8,4 Millionen Euro, während sich der konsolidierte Umsatz um 8,2 Prozent auf 82,6 Millionen Euro erhöhte, teilte BWT am Freitag ad hoc mit. Umsatz und Ergebnis lagen damit über den Erwartungen von Analysten, die den Umsatz im Mittel bei 77,3 Mio. Euro und das EBIT bei 7,0 Millionen Euro gesehen hatten.

Unter Berücksichtigung des im ersten Quartal 2005 noch negativen AST-Segmentes wurde ein EBIT-Plus von 20,7 Prozent erzielt. Das Umsatz sank bei dieser Berechnung um 27 Prozent. Der Gesamtumsatz inklusive des 37 Millionen Euro schweren AST-Segments betrug im Vorjahr 113,3 Millionen Euro.

Wachstumspfad

BWT-Chef Andreas Weißenbacher zeigte sich zufrieden: BWT sei "auf den Wachstumspfad zurückgekehrt" und arbeite konsequent an der Umsetzung des Produktprogrammes sowie der Expansion in neue Märkte.

Das EBIT-Plus im ersten Quartal gehe zum großen Teil auf eine deutliche Verbesserung im Segment Skandinavien zurück. In Österreich/Deutschland sank das EBIT um 20,4 Prozent.

Erfolg in Osteuropa

Alle neu formierten Geschäftssegmente hätten ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert, hieß es. Die größten Umsätze kamen aus den Geschäftsbereichen Österreich/Deutschland (32,7 Mio. Euro) und Frankreich/Belgien (23,2), das Plus betrug hier 0,5 bzw. 9,8 Prozent. In Skandinavien stieg der Umsatz um 15,5 Prozent auf 9,5 Millionen Euro, in Italien/Spanien um 10,7 Prozent auf 8,0 Millionen Euro. Das stärkste Wachstum gab es im Segment "Others" (+27,8 Prozent), in dem die BWT-Aktivitäten in der Schweiz, Osteuropa und außerhalb Europas zusammengefasst sind. Die osteuropäischen Gesellschaften legten sogar um mehr als 40 Prozent zu.

Dank der Ergebnisverbesserung stieg der Cash Flow aus dem Ergebnis von 7,1 auf 7,7 Millionen Euro. Dieser Betrag wird zur Finanzierung des gestiegenen Working Capitals, vor allem der Forderungen, verwendet. Somit lag der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit knapp bei Null, hat sich aber gegenüber dem Vorjahr (-3,1 Mio. Euro) verbessert.

Die Nettoverschuldung stieg seit Jahresende 2005 von 36,3 auf 38,7 Millionen Euro, die Verschuldungsquote ("Gearing") betrug 39,2 (Ende 2005: 38,9) Prozent. Die Eigenkapitalausstattung der Gruppe lag bei 38,6 (37,7) Prozent.

Nach der Abspaltung von AST will sich die BWT Gruppe auf die Wasseraufbereitung mit Serienprodukten im haustechnischen Bereich konzentriert. Ziel sei der Ausbau des internationalen Geschäfts außerhalb Europas und die Steigerung der Bekanntheit der BWT-Marken beim Endverbraucher. (APA)

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