Ivanschitz: "Freue mich aufs Training"

22. Juni 2006, 10:31
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ÖFB-Teamkapitän freut sich unter dem erfolgreichsten Trainer der Welt zu trainieren und hofft auf "punktuelles Verstärken"

Bad Tatzmannsdorf - Österreichs Fußball-Teamkapitän Andreas Ivanschitz (22) hat die spektakulären News bei seinem Arbeitgeber Red Bull Salzburg über die Medien aus dem ÖFB-Camp im Burgenland mitverfolgt. Über die Trennung von Kurt Jara zeigte sich der Mittelfeldspieler überrascht", nun freut sich Ivanschitz aber bereits auf die Zusammenarbeit mit den beiden Weltstars Giovanni Trapattoni und Lothar Matthäus.

Super Konstellation

"Diese Konstellation ist super. Jung und Alt werden davon profitieren. Matthäus und Trapattoni vereinen Erfolg und Erfahrung. Und sie haben schon lange und erfolgreich zusammengearbeitet, sie kennen sich sehr gut. Deswegen werden Harmonie und Arbeitsaufteilung von Anfang an stimmen. Für uns wird alles sehr neu, aber das Team wird sehr rasch funktionieren", so Ivanschitz über den spektakulärsten heimischen Fußball-Deal seit vielen Jahren.

"So ein Duo auf der Trainerbank hat es in Österreich definitiv noch nicht gegeben. Mit dem erfolgreichsten Vereinstrainer der Welt zu arbeiten, wird etwas ganz Besonderes und eine spezielle Herausforderung. Ich freue mich schon sehr aufs Training in Salzburg."

Kein Kommentar zu Jara

Zum Ende der Zusammenarbeit mit Kurt Jara meinte Ivanschitz: "Das ist schade und auch überraschend, denn mit Jara hat eine gute Zusammenarbeit stattgefunden und mit Platz zwei wurde das Saisonziel erreicht. Aber wenn es, so wie berichtet wird, interne Probleme gegeben hat, dann müssen diese geklärt werden. Als Spieler kann und will ich darüber aber nicht urteilen, das ist nicht mein Metier. Das Wesentliche für mich ist, dass ich mich aufs Fußballspielen konzentriere."

Wenn internationale Granaten wie Matthäus und Trapattoni nicht nur auf Grund der kulturellen Reize in die Mozartstadt reisen, dann liegen natürlich auch namhafte Neuverpflichtungen für den Spielerkader auf der Hand. In dieser Hinsicht hofft der Burgenländer, dass nichts überstürzt wird.

"Mit der Verpflichtung des Duos hat man den österreichischen Fußball für den einen oder anderen Star interessanter gemacht. Das Wichtigste wird aber sein, dass in Ruhe gearbeitet wird. Sich punktuell zu verstärken, ist wichtig. Aber, ob großartig und laufend zu investieren jetzt das Richtige ist, weiß ich nicht. Denn grundsätzlich muss die Mannschaft eine Einheit werden, und das geht nur, wenn man Zeit hat und das Wir-Gefühl gestärkt wird."

Gute Erinnerungen an Matthäus

An die sportlich wenig fruchtbringende Zusammenarbeit mit Matthäus bei Rapid (Tabellenplatz acht) - es war "Loddars" erste Trainerstation - hat Ivanschitz vier Jahre danach eigentlich nur gute Erinnerungen. "Man hat deutlich gemerkt, dass er immer für uns da war. Er hat versucht, uns seine Erfahrungen mitzugeben. Und davon habe auch ich sehr stark profitiert, denn er war und ist ein echter Weltstar. Leider war es sportlich nicht so erfolgreich, aber die Zusammenarbeit war sehr gut."

Erfahrungen mit Trapattoni hat hingegen schon sein ÖFB-Teamkollege Martin Stranzl gesammelt. Der Spartak-Moskau-Verteidiger, der nach der 0:3-Niederlage am Samstag im russischen Cupfinale gegen ZSKA Moskau erst in den frühen Morgenstunden des Sonntags in Österreich gelandet ist, hatte beim deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart die Ehre, konnte sich jedoch unter der Führung des "Maestros" nicht wirklich vollkommen entfalten. "Ein Mann mit extrem viel Erfahrung. Dass er nach Österreich wechselt, hätte ich mir nicht wirklich gedacht. Aber man muss sehen, welche Ziele der Verein verfolgt", so Stranzl. (APA)

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