Wiener Wein: Die Heurigenpartie auf der Freyung

22. Mai 2006, 00:19
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Häupl nahm im Heurigendorf Haltung an - Dorfmusik, Frühschoppen und edle Tropfen das ganze Wochenende

"Ich werde gleich meine persönliche traditionelle Haltung einnehmen", versprach Wiens Bürgermeister Michael Häupl: "In der rechten Hand den G'spritzten, die linke im Hosensack." Denn er werde auch weiter "alles in meiner Macht stehende für den Wiener Wein tun: Von der Flächenwidmung bis zum Trinken." Und da sich Freitagmittag über der Freyung Regenwolken entleerten, riet Kammerdirektor Robert Fitztzhum von der Landwirtschaftskammer dem "Ökonomierat" Häupl, wie er so in seiner persönlichen Haltung da stand: "Nicht zu lang halten, das Glasl - der G'spritzte wird zu dünn."

Mit dem sechsten Heurigendorf hat auch der Schmäh in die Wiener Innenstadt wieder Einzug gehalten. Und wenn man dort Christine I. von Sievering mit "Prinzessin" anspricht, korrigiert die gleich: "Ich schau zwar aus, wie eine Prinzessin, bin aber die Weinkönigin." Bis einschließlich Sonntag präsentieren nun an die 20 Heurigenbetriebe auf der Freyung vor allem ihre 2005-er Weine - umrahmt von Blunzenbrot und G'selchtem.

Jazziges

Wobei aber die Eröffnung Freitagmittag nicht von heurigentouristischer Wienerliedseligkeit untermalt wurde - sondern im Sinne des zeitgemäßen Heurigen mit Jazzigem von der "Vienna Swing Factory". Am Wochenende geht es jeweils ab 11 Uhr los - am Samstag spielt die Dorfmusik Strebersdorf auf, am Sonntag gibt's dann Frühschoppen.

In einem Monat findet dann der Höhepunkt des Wiener Weinfrühlings im Rathaus statt: Vom 26. bis 29. Juni werden beim großen Weinfest die Goldmedaillenweine der Landesweinbewertung präsentiert. Am 28. Juni werden die Landessieger-Trophäen verliehen. (frei, DER STANDARD-Printausgabe, 20./21.05.2006)

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    foto: heribert corn
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