Annan: Menschen in Darfur erleben schlimmste Krise des Planeten

1. Juni 2006, 15:43
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Hunderttausenden Menschen drohe der Tod durch Hunger, Krankheiten und Mangelernährung

Paris - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat eindringlich zu sofortigen Hilfen für die sudanesische Region Darfur aufgerufen. "Die Region erlebt gerade die größte humanitäre Krise des gesamten Planeten", schrieb Annan in einem Gastbeitrag für die Freitagsausgabe der französischen Zeitung "Le Figaro".

Hunderttausenden Menschen drohe der Tod durch Hunger, Krankheiten und Mangelernährung, sollten Hilfsorganisationen nicht sofort massiv unterstützt werden. "Es gilt, keine Sekunde zu verlieren", so Annan.

In Darfur kämpfen seit 2003 Rebellen gegen die Regierung in Khartum. Zehntausende Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht. Die Afrikanische Union (AU), die zur Überwachung eines Waffenstillstandes 7000 Soldaten in die Region entsandt hat, konnte Übergriffe der Milizen auf Zivilisten keinen Einhalt gebieten. Anfang Mai unterzeichneten die sudanesische Regierung und die größte Rebellengruppe schließlich ein Friedensabkommen. Zwei weitere Gruppen verweigerten sich jedoch bislang der Einigung.

Die Lage in der Region bleibt Annan zufolge angespannt. Er rief zu einer Verstärkung der AU-Truppen auf. "Unsere Priorität sollte darin bestehen, diese Kraft zu konsolidieren damit sie das Friedensabkommen durchsetzen und Flüchtlingen Sicherheit bieten kann." Das Friedensabkommen wird von Beobachtern und Vermittlern als einzige Möglichkeit für ein Ende des Krieges gesehen. (Reuters)

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